3.09.2017 15:13
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt
Thurgau
Regierungsrat begrüsst Pionieranlage
Als Musterbeispiel für seine Förderpolitik hat der Kanton Thurgau die neue Biogasanlage auf dem Hof der Familie Helfenberger in Tuttwil bei Wängi bezeichnet. Sie geht als erste landwirtschaftliche Feststoffvergärungsanlage der Schweiz demnächst in Betrieb.

«Das ist eine absolut innovative Anlage», sagte Walter Schönholzer als Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements des Kantons Thurgau im Rahmen einer Medienkonferenz. Gleichzeitig lobte der Regierungsrat den Mut der Familie Helfenberger, in eine neuartige Technologie zu investierten. Das sei inspirierend für weitere Land- und Energiewirte.

Die neue Biogasanlage, die mit einem Trutenmaststall kombiniert wurde und in wenigen Wochen ihren Betrieb aufnehmen wird, passt laut Vertretern des Kantons sehr gut ins Biomassekonzept. Der Thurgau sei damit auf gutem Weg, die gesetzten energiepolitischen Ziele zu erreichen, sagte Martin Eugster, Leiter der Abteilung Abfall und Boden im Amt für Umwelt.

Auch Chinesen kommen

Rund 2500 Tonnen Hofdünger jährlich sollen in der neuen Anlage verarbeitet werden. Im Vollbetrieb werde das Blockheizkraftwerk nicht nur Wärme, sondern Strom im Umfang von rund 600000 Kilowattstunden liefern. Das entspreche dem Bedarf von circa 170 Haushalten, sagte Karl-Heinz Restle, Präsident und Inhaber der Anlagenbauerin, der Renergon International AG.

Die erste landwirtschaftliche Feststoffvergärungsanlage der Schweiz hat bereits auch internationales Interesse auf sich gezogen. So ist für Ende September der Besuch einer chinesischen Delegation angekündigt, die sehr grosses Interesse am Konzept der Feststoffvergärung zeigt.

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