29.01.2017 07:44
Quelle: schweizerbauer.ch - Patrik Hasler-Olbrych*
Winter
Mit gutem Equipment auf die Pisten
Jeder Skitag kann ein jähes Ende nehmen. Guter Schutz und richtiges Verhalten können bereits viel Risiko reduzieren

Pro Jahr ziehen sich etwa 76000 Ski- und Snowboardfahrer in Schweizer Wintersportgebieten Verletzungen zu, die ärztlich behandelt werden müssen. Dies schätzt die Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) auf-grund verschiedener Datenquellen.

Rund 7000 Unfälle pro Jahr geschehen zudem beim Schlitteln durch Stürze und Zusammenstösse mit Steinen, Bäumen, Personen oder Fahrzeugen.

14% Kopfverletzungen

Skifahrer verletzen sich am häufigsten an den unteren Extremitäten. In der letztjährigen Saison 2015/2016 betrafen 37% aller Verletzungen das Knie, 19% Schulter, Oberarm und Schlüsselbein, 16% Unterschenkel, Sprunggelenk und Fuss, 14% den Kopf und 7% Unterarm und Hand.

Bei den Snowboardfahrern waren die häufigsten Verletzungen an Unterarm und Hand (29%) zu finden, und nur 10% aller Verletzungen betrafen das Knie. Bei den meisten Verletzungen handelt es sich um Verstauchungen, Zerrungen und Sehnenrisse oder um Prellungen und Quetschungen.

Ein Grossteil der Verletzungen wird durch Stürze verursacht. Kollisionen zwischen Personen sind bei Ski- und Snowboardunfällen eher selten.

92% tragen einen Helm

Schon wenige Verhaltensregeln tragen dazu bei, das Unfallrisiko auf der Piste zu verringern: sich rücksichtsvoll verhalten, Geschwindigkeit dem Können anpassen, Markierungen und Signale beachten und einen Helm tragen. Um Zerrungen vorzubeugen, sollte man sich mit ein paar Aufwärm- und Dehnübungen vorwärmen.

Im Winter 2015/2016 betrug der Anteil Helmträger auf Schweizer Pisten gemäss bfu 92%. Aber nicht nur der Kopf braucht Schutz: Rund die Hälfte der Verunfallten verletzt sich an Knien, Beinen oder Füssen. Die korrekte Einstellung der Skibindung kann dazu beitragen, solche Verletzungen zu vermeiden. 

* Der Autor ist Mitarbeiter der Agrisano AG. Er ist Leiter der Bereiche Marketing und Kommunikation

Mit dem Schneesport-Check der Suva (www.suva.ch) findet man in fünf bis zehn Minuten heraus, welcher Typ Schneesportler man ist. Dabei erhält man ebenfalls ein persönliches Profil sowie  Tipps, mit welchen einfachen Massnahmen man sein persönliches Verletzungsrisiko auf der Piste senken kann. Sollte dennoch einmal tatsächlich ein Schadenfall eintreffen, stehen den betroffenen Personen die Schadenmeldungen unter www.agrisano.ch online zur Verfügung. Für weitere Informationen und Angebote finden Sie unter:Tel. 056 461 71 11. www.agrisano.ch

 

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