23.02.2017 13:24
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Wetter
Wetter: Zuerst warm, dann kalt
Der Frühling hat sich am Donnerstag in der Schweiz mit rekordverdächtigen Werten um die 20 Grad Marke und darüber bemerkbar gemacht. Stürmische Winde kündigten aber bereits einen Wetterumschwung an: Auf Samstag könnte es wieder bis 500 Meter hinunter Schnee geben.

Erstmals in diesem Jahr ist die Quecksilbersäule auf über 20 Grad geklettert. Ein kleiner Föhn-Effekt über dem Jura hat dafür gesorgt, dass die Wetterstation in Laufen BL gegen Mittag 20 Grad meldete, wie SRF Meteo mitteilte. Kurz nach dem Mittag seien dann auch an der Wetterstation in Thun 20 Grad gemessen worden.

Februar-Rekorde gebrochen


In Thun und in Evionnaz VS wurde gemäss MeteoSchweiz mit je 20,5 Grad auch der höchste Tageswert erreicht. Mit 20,4 Grad knapp dahinter folgten Basel und Chur. Verbreitet erreichten die Werte an den übrigen Stationen im Mittelland Werte von 18 bis 20 Grad, wie Meteorologin Melanie Ruosch von MeteoSchweiz auf Anfrage sagte.

Der Donnerstag sorgte vereinzelt auch für neue Februar-Höchstwerte. In Zürich-Fluntern, einer offiziellen Wetterstation, die seit 1881 in Betrieb ist, wurde der bisherige Höchstwert von 17,7 Grad am 24. Februar 1990 mit 18,8 Grad deutlich übertroffen. Auch in Kloten wurde der Rekord von 19,0 Grad aus dem Jahr 1990 mit 19,5 Grad übertroffen. Das Gleiche galt für Buchs mit 19,5 Grad (alter Rekord 18,2 Grad aus dem Jahr 1990), Koppigen BE mit 18,5 Grad (18,0 Grad im 1990) sowie Luzern mit 19,9 Grad (19,5 Grad im 1993) und Interlaken mit 20,2 Grad (bisher 18,9 Grad im 1993)

Sturmwinde läuten Wetterumschwung ein

Die frühlingshafte Wärme wird aber nur von kurzer Dauer sein. Der erneute Wetterumschwung kündigte sich bereits am Donnerstagnachmittag mit teilweise stürmischen Winden an. So wurden beispielsweise in Koppigen BE Böenspitzen von 103 Kilometer pro Stunde (km/h) gemessen. In der Region Sempachersee und am Zürichberg erreichten die Winde Spitzengeschwindigkeiten von 96 km/h.

Für die Nacht wurden teilweise noch heftigere Winde erwartet. Mit dem Durchzug der Kaltfront wurden für Freitag nur noch Temperaturen von vier bis acht Grad prognostiziert. Die Meterologen von Meteotest, dem Wetterpartner von schweizerbauer.ch, rechnen mit Schnee bis in tiefere Lagen. Die Schneefallgrenze sinkt am Freitag von anfänglich 1300 Meter auf rund 700 Meter. Mit intensivem Schneefall lokal auch tiefer. In der Nacht auf Samstag lockern die Wolken auf. Es wird bereits wieder sonniger.

Am Sonntag steigen die Temperaturen vor allen in den Bergen markant. Es wird sonnig, im Mittelland könnte der Nebel die Frühlingsgefühle trüben. Mitte kommender Woche wird wieder mit Niederschlag gerechnet. 


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