24.07.2014 13:13
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wetter
Weiterer Regen prognostiziert
In den frühen Morgenstunden ist im oberen Emmental, besonders in der Region Marbach und Schangnau innerhalb kurzer Zeit sehr viel Regen niedergegangen. Bis zu 100 Liter pro Quadratmeter waren es örtlich nach Angaben von Marco Stoll, Meteorologe bei Meteoschweiz.

Auch im angrenzenden östlichen Berner Oberland, also in den Gebieten Interlaken, Brienz, Meiringen und Grindelwald regnete es stark, wenn auch nicht so wie im Emmental. Die grossen Regenmengen, zwischen 50 und 100 Liter pro Quadratmeter, seien innert ein bis drei Stunden gefallen, führte Stoll aus. Das sei das Kritische an der Situation gewesen.

Nur alle 300 Jahre

Dazu komme, dass es bereits vom Wochenende bis gestern viel geregnet habe und vor allem die Böden kein Wasser mehr aufnehmen konnten.

Aufgrund des Niederschläge stieg die Emme innert kurzer Zeit stark an. Gemäss David Volken, Sprecher des Bundesamtes für Umwelt, erreichte die Emme den höchsten Stand seit 300 Jahren. Auch die Werte aus den Hochwassern von 2005 und 2007 wurden übertroffen, wie Volken in der Sendung «Rendez-vous» vom Schweizer Radio SRF1 erklärte.

Mehr Regen am Nachmittag

Derzeit rollen die Wassermassen Richtung Solothurn, wo sie zwischen ein und zwei Uhr am Nachmittag in die Aare fliessen sollten. Derzeit passieren die Wassermassen Burgdorf. Die Bevölkerung solle sich derzeit von den Gewässern fernhalten, sagte Volken weiter. Das Wasser komme wie eine Wand.

Der Bund hat laut dem BAFU-Sprecher Kontakt mit dem Kanton Bern. Dieser versucht, beim Wehr bei Brügg Wassermassen vorübergehend zurückzuhalten. Nach den Wasserspitzen wird ein rascher Rückgang des Hochwassers erwartet. Für den Nachmittag prognostiziert Stoll weitere Niederschläge. Diese sollten aber sehr lokal sein und nicht so heftig ausfallen, wie jene am Morgen.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE