20.12.2016 06:38
Quelle: schweizerbauer.ch - röt
Wetter
Unten Winter-, oben Wanderwetter
Verkehrte Welt. Während im Mittelland in der Region um Gerlafingen SO und auch in Richtung Kräiligen BE Schnee lag, gab es über der Nebelgrenze schönstes Wanderwetter. Verantwortlich für die weisse Pracht ist der so genannte Industrieschnee.

Industrieschnee sorgte in den letzten Tagen in der Region um Gerlafingen SO für vorweihnachtliche Stimmung. Auch in Richtung Bucheggberg und Kräiligen BE (rund 470 Meter über Meer), unweit von Gerlafingen entfernt, lag durchwegs Schnee.

Das zeigt unser Bild vom Sonntagmorgen, 18. Dezember. Über dem Nebel herrscht dagegen seit Tagen eitel Sonnenschein. Das zeigt unser zweites Bild gleichentags etwas oberhalb von Langnau im Emmental (rund 780 Meter über Meer).      

Industrieschnee

Als Industrieschnee bezeichnet man Schnee, der durch Emissionen (vor allem von Wasserdampf und Kondensationskernen) von Industrieanlagen hervorgerufen wird. Industrieschnee ist somit ein Beispiel für eine anthropogene, das heisst vom Menschen verursachte Beeinflussung des Wetters (aus Wikipedia).

Eine wichtige Bedingung für die Entstehung von Industrieschnee ist das Vorliegen von besonderen Wetterbedingungen, wie Nebel oder hochnebelartige Bewölkung, eine ausgeprägte Temperatur-Umkehrschicht (Inversion) in Bodennähe, geringe Luftbewegung und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt.

Diese Wetterlagen sind lokal bedingt. Nur einige hundert Meter nebenan hat es jeweils schon keinen Schnee mehr.

Stahlwerk 

Verantwortlich für den Industrieschnee in der Region Gerlafingen dürfte das dort ansässige Stahlwerk sein. Aufgrund der Hochwetterlage der letzten Tage blieb der Industrieschnee längere Zeit liegen. 

Aufgrund der kurzen Wetterstörung ist der Schnee gestern Montag verschwunden. Doch schon aber kündigt sich ein neues Hoch mit Nebel im Mittelland an.   

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