22.08.2019 15:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Glarus
Unbekannte schneiden Zäune durch
Im Kanton Glarus treiben Vandalen ihr Unwesen. Bei zwei Bauern wurde die Weidezäune mehrere Male beschädigt.

Im Dorf Rüti bei Linthal GL ist die Stimmung bei zwei Landwirten getrübt. Wie so oft wollte Biobauer Fridli Kundert am Sonntagmorgen die Kühe vom Stall auf die Weide treiben.

Weide neben Bahngleis

Er bemerkte jedoch, dass kein Draht mehr gespannt war. Bis dahin dachte er noch nicht an Vandalen. Er vermutete, dass Wildtiere den Draht zu Boden trampelten. «Erst beim genaueren Hinsehen bemerkte ich dann, dass die stromführende Weidezaunschnur mit einer Zange sauber durchschnitten war», sagte Kundert gegenüber der «Südostschweiz».

Doch das war noch nicht alles. Auf einer Länge von 200 Metern wurde der Draht zehnmal durchschnitten. Nebst dem Schaden von mehreren hundert Franken und der Flickarbeite ärgert den Bauern vor allem, was alles hätte passieren können. Denn die Weide liegt neben einer Bahnstrecke. «Was, wenn die Tiere dann aufs angrenzende Bahngleis gelaufen und unter den Zug gekommen wären?», so Kundert.

Nachbarort vor 2 Jahren betroffen

In Rüti war nebst dem Biobauern ein weiterer Bauer betroffen. Auf die Weidedrähte von Peter Stüssi hatten es die Vandalen dreimal abgesehen. Das letzte Mal in der Nacht von Sonntag auf Montag. Die Landwirte haben nun die Polizei informiert. Die Kantonspolizei Glarus rät, solche Sachbeschädigungen zu melden. Ein Signalement einer möglichen Täterschaft sei besonders hilfreich, so die Polizei.

Fridli Kundert rätselt über die Täterschaft. Feinde habe er keine. Auffallend sei, dass sich sämtliche Taten um den Vollmond ereigneten. In Nachbardorf Betschwanden wurden vor knapp 2 Jahren ähnliche Fälle registriert. Bei Schafzüchtern und Pferdehaltern wurden Weidedrähte durchtrennt. 

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