26.06.2019 12:13
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wetter
Umfrage: Mögen Sie die Hitze?
Der Hochsommer ist da, die Hitze hat die Schweiz fest im Griff. Die Temperaturen klettern deutlich über die 35-Grad-Marke. Mögen Sie die Hitze? Oder es ist es Ihnen eindeutig zu heiss? Abstimmen

Eine Hitzewelle hat die Schweiz derzeit fest im Griff. Die Temperaturen sind weit über der 30-Grad-Marke. An einigen Orten werden gar Allzeitrekorde (dies seit Messbeginn) geknackt.

Heisse Saharaluft

Die heisse Luft strömt aus Nordafrika in die Schweiz. Wie Meteoschweiz in einem Blog schreibt, verläuft ein besonders in der Höhe markantes Hoch von Tunesien über den Mittelmeerraum bis zum Alpenraum. An seiner Westflanke fliesst aus Süden bis Südwesten heisse Saharaluft zu den Alpen.

Diese Wetterlage führt zu den extrem hohen Temperaturen in der Schweiz, vor allem in den Bergen. Eine leichte Bisenströmung und noch gut angefeuchtete Böden haben in den Niederungen noch höhere Temperaturen abgedämpft. Das Thermometer schnellte trotzdem bereit in die Höhe. In Visp im Oberwallis wurden am späteren Dienstagnachmittag 35,9 Grad gemessen.

In Basel kletterte das Quecksilber auf 34,3 Grad. Und am Mittwoch und Donnerstag heizt die Sonne wieder mächtig ein. Die Temperaturen können lokal bis 39 Grad ansteigen. Der Messrekord in der Schweiz wurde vor 16 Jahren gemessen. Am 11. August 2003 wurde in Grono im bündnerischen Misox 41,5 Grad erreicht.

Die derzeitige Hitzewelle dürfte bis am kommenden Montag anhalten. In der Nacht auf Dienstag wird ein Wetterwechsel erwartet. Der Wind wechselt auf West, es werden Niederschlag und tiefere Temperaturen prognostiziert.

-> Wie sich das Wetter weiter entwickelt, erfahren Sie hier

Belastung für Mensch und Tier

Die Hitze ist aber für Mensch und Tier eine Belastung. Das Hitzeempfinden wird von Parametern wie Lufttemperatur, Sonneneinstrahlung, relativer Feuchtigkeit oder Wind beeinflusst. Hitze wird bei tiefer relativer Luftfeuchtigkeit besser ertragen wird als bei hoher.

Die hohen Temperaturen können zu einer Gefahr werden. Vor allem für ältere oder (chronisch) kranke Menschen, schwangere Frauen oder für Kleinkinder kann eine Hitzewelle lebensbedrohlich sein. Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen können eine Folge sein. Grund dafür ist eine beeinträchtigte Wärmeregulation. Man schwitzt dann weniger und empfindet ein vermindertes Durstgefühl.

Viel trinken

Strahlt die Sonne zu lange auf einen unbedeckten Kopf, kann das Hirngewebe anschwellen oder die Hirnhäute drohen sich zu entzünden. Deshalb ist es wichtig, sich mindestens mit einem Hut zu schützen. Hitzeerschöpfung tritt vor allem auf, wenn die hohen Temperaturen tagelang anhalten und der Körper durch Schwitzen zu viel Wasser und Nährstoffe verliert.

Nicht vergessen, genügend Sonnenschutz aufzutragen. Mindestens Lichtschutzfaktor 15 wählen und ein Sonnenschutzmittel nutzen, das vor UVA- und UVB-Strahlen schützt. Viel trinken: mindestens 1,5 Liter am Tag. Geeignet sind Wasser und ungesüsste Getränke, nicht geeignet sind stark gezuckerte oder alkoholische Getränke.

Weitere Tipps im Überblick

- viel Wasser trinken
- leichte Kost essen
- Salz und Mineralien zu sich nehmen
- starke Temperaturunterschiede vermeiden
- nach Süden ausgerichtete Räume abdunkeln
- lauwarm duschen statt eiskalt
- luftige Kleidung tragen

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