19.12.2017 15:31
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Nidwalden
Üble Nachrede: Bauer muss zahlen
Vor mehr als drei Jahren sorgte ein Tierquäler im Kanton Nidwalden für Aufsehen. Für den Fall wurde Ex-Bauernverbandspräsident Bruno Käslin verantwortlich gemacht. Doch diese happigen Vorwürfe liess er nicht auf sich sitzen und wehrte sich.

Mehrere Personen haben dem ehemaligen Nidwaldner Bauernverbandspräsident Bruno Käslin unterstellt, für eine Serie von Verletzungen und Todesfällen bei 42 Kühen, einem Stier und zwei Schafen, verantwortlich zu sein. In keinem Fall erhärtete sich der Verdacht und die Ermittlungen wurden eingestellt.

Doch für Käslin ist die Sache nicht vom Tisch. Wie die Luzerner Zeitung weiss, litt der Ruf des Beckenrieder Gemeindepräsidenten durch die Vorwürfe stark. Deswegen reichte Bruno Käslin wegen übler Nachrede Klage ein. Kürzlich hat die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl erlassen, welcher laut einem Bericht der Luzerner Zeitung vorliegt. Die bedingte Geldstrafe belaufe sich auf 20'400 Schweizer Franken unter Ansetzung einer 2-jährigen Probezeit. Eine Busse von 4000 Schweizer Franken komme hinzu. 

Strafbefehl noch nicht rechtskräftig

Gemäss Luzerner Zeitung ist der Strafbefehl allerdings noch nicht rechtskräftig. Das Urteil der Staatsanwaltschaft sehe Käslin als Genugtuung, heisst es weiter. Doch nach wie vor kann er aber nicht verstehen, weshalb die falschen Vorwürfe gegen seine Person entstanden sind. Der Viehzuchtverband und weitere bäuerliche Organisationen sowie sein privates und berufliches Umfeld seien immer hinter ihm gestanden.

Trotzdem gehe diese Angelegenheit nicht spurlos an ihm vorbei. Er wird nun auch auf dem Zivilweg Forderungen gegenüber den Beschuldigten geltend machen. Käslins Ruf ist sowei wiederhergestellt, was auch politisch nicht ganz unbedeutend ist. Offenbar hat der SVP-Vertreter Ambitionen für die Regierungsratswahlen 2018. Anfang Januar will seine Partei beschliessen, wen sie für die Kandidatur stellen wird.

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