31.01.2014 17:03
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Witterung
Überschwemmungen in Italien - Schneechaos in Österreich
Schwere Unwetter sind am Freitag über Teile Italiens und Österreichs gezogen. In Italien gab es Überschwemmungen, Erdrutsche und Evakuationen; Schülerinnen und Schüler durften nicht zur Schule. In Österreich kamen zwei Personen in Lawinen ums Leben.

In Pisa wurde befürchtet, dass der Fluss Arno über das Ufer treten könnte. Die Schulen blieben am Freitag in der toskanischen Stadt geschlossen. In Volterra bei Pisa stürzte ein 30 Meter langer Teil einer mittelalterlichen Mauer ein. Elf Wohnungen mussten deshalb evakuiert werden.

Im Grossraum von Florenz wurden Erdrutsche und Überschwemmungen gemeldet. Der Gemeindepräsident der Kleinstadt Castelfiorentino entschied, die Schulen zu schliessen. Einige Hauptstrassen mussten gesperrt werden. Sintflutartige Unwetter gab es am Freitagvormittag auch in Rom. Heftige Regenfälle hielten stundenlang an und sorgten für chaotische Zustände in der italienischen Hauptstadt.

Mehrere Strassen standen unter Wasser, Bäume stürzten ein. Wegen der Wassermassen musste am Vormittag eine Station der U-Bahn geschlossen werden. Der Pegel des Flusses Tiber stieg stark an.

Massiver Schneefall in Österreich

Massiver Schneefall im Süden Österreichs brachte am Freitag das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen. Das Bundesheer stand mit mehr als 1200 Soldaten und fünf Helikoptern bereit, um auf Anforderung von Behörden Hilfe leisten zu können.

Bei einem Lawinenabgang auf eine Gemeindestrasse in Osttirol wurde ein Räumfahrzeug verschüttet. Für den Lenker des Radladers kam jede Hilfe zu spät. Ein 38-Jähriger starb beim Schneeräumen an einem Bach, als eine Lawine niederging. In der Region Villach mussten die Bewohner von 35 Häusern wegen Lawinengefahr vorsorglich ihr Heim verlassen.

Autobahn gesperrt und kein Bahnverkehr

In Kärnten brach der Bahnverkehr beinahe völlig zusammen, weil stellenweise mehr als ein Meter Schnee gefallen war. Einige Täler in Osttirol waren abgeschnitten; die Lawinengefahr war gross und stieg weiter. Einzelne Autobahnabschnitte wurden wegen der Lawinengefahr gesperrt, auf anderen galt Kettenpflicht für Lastwagen.

Für Schulkinder hatten die weissen Massen jedoch Erfreuliches zu bieten: In Kärnten und im Osttirol waren viele Schulen geschlossen.
Bis Sonntag rechneten Prognosen in den höheren Lagen nochmals mit bis zu 1,5 Meter Neuschnee. Ähnlich stellte sich die Lage in Kärnten dar: Bis morgen früh soll noch «bis zu einem halben Meter zusätzlich dazukommen», prognostizierte Christian Stefan von der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

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