6.05.2019 17:44
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Österreich
Tote Kühe in Stall – Grund unklar
Am Samstag machten Angehörige eines Landwirts einen schlimmen Fund. Auf dem Hof im österreichischen Bundesland Kärnten fanden sie verweste Kühe und Kälber. Die Todesursache ist unbekannt. Der Landwirt ist in einer Klinik.

Gemäss der Nachrichtenagentur APA hatte sich der Landwirt am Freitag auf eigenen Wunsch von seinen Angehörigen in eine Klinik bei Klagenfurt bringen lassen. Der Grund ist bisher nicht bekannt. Seine Angehörigen wollten am Samstag nach den Tieren schauen. Dabei machten sie auf dem Hof in St. Nikolai bei Feldkirchen eine schreckliche Entdeckung.

Todesursache noch unklar


Sie fanden mehrere verweste Kadaver im Stall. Umgehend alarmierten sie die Polizei. Die Feuerwehr musste die Türen zum Stall aufbrechen. Kein einziges Tier im Stall lebte noch. Der Landwirt fiel zuvor nicht wegen Vernachlässigung seiner Tiere auf. Bei der letzten Kontrolle vor zwei Jahren war gemäss den Behörden alles in Ordnung gewesen.

Die Todesursache konnte aufgrund des Verwesungszustandes noch nicht ermittelt werden. Es wurden Kulturen angelegt und chemische Untersuchungen durchgeführt. Die ersten Ergebnisse der Untersuchungen werden in den kommenden Wochen erwartet. Verhungern und oder verdursten der Tiere gilt für einige Ermittler aber als eher unwahrscheinlich, da der Hof recht zentral am Ortsrand an einer viel befahrenen Strasse gelegen ist, berichtet orf.at. Kühe, die hungern oder Durst haben, würden demnach sehr laut sein, so die Vermutung einiger Ermittler. 

5 Tonnen Kadaver

Insgesamt wurden am Samstag 16 tote Kühe sowie mehrere tote Kälber gezählt. Die Zahl hat sich am Montag auf 20 Tiere erhöht. Die Kühe waren ordnungsgemäss gemeldet, die Kälber waren nicht alle registriert. Insgesamt wurden mehr als 5 Tonnen Kadaver entsorgt. Die Räumung des Stalls gestaltete sich als schwierig, da der Verwesungszustand der Tiere schon sehr weit fortgeschritten war und die Stallungen stark verschmutzt waren

Von der Behörde wurde ein vorläufiges Tierhaltungsverbot gegen den 41-jährigen Landwirt verfügt. Je nach Abschluss der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft könnte auch ein endgültiges Tierhalteverbot ausgesprochen werden. Die Ermittlungen müssen klären, was sich in den vergangenen Monaten auf dem Hof zugetragen hat. 

Der Landwirt befand sich am Montag weiterhin im Spital. Die Polizei hat mit der Befragung seines Umfelds begonnen. Der 41-Jährige soll zurückgezogen gelebt haben. Die Polizei hat zudem Ermittlungen wegen des Verdachts der Tierquälerei aufgenommen.

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