28.05.2014 06:40
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Strassenverkehr
Tempo-30 innerorts gewinnt an Zustimmung
Die Einführung von Tempo-30-Zonen in Ortschaften gewinnt an Zustimmung. Knapp die Hälfte der Bevölkerung würde bei einer Abstimmung für die Einführung von Tempo 30 innerorts stimmen. Einzig auf Hauptverkehrsachsen sollte weiterhin Tempo 50 gelten.

Dies zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) bei über 1000 Personen. Der Anteil der Befürworter stieg demnach von 39 Prozent im Jahr 2002 auf 48 Prozent im Jahr 2014.

Die Erhebung zeigt weiter: 65 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass durch die Einführung von Tempo-30-Zonen das Unfallrisiko gesenkt wird. Und 38 Prozent der Bevölkerung wohnen bereits in einer solchen Zone, in Kernstädten sind es 49 Prozent. Überdurchschnittlich hoch ist die Zustimmung bei den Anwohnern von Tempo-30-Zonen, bei Frauen, Über-60-Jährigen, Personen mit höherer Schulbildung und bei Leuten, die selten oder gar nie Auto fahren.

Die Gegner nennen verschiedene Gründe für ihre Ablehnung. Sie befürchten Zeitverlust (39 Prozent), Bussenfallen (11 Prozent), sie halten weitere Zonen für unnötig (15 Prozent) oder gar gefährlich (8 Prozent).

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung, die schon seit Längerem die konsequente Einführung von Tempo-30-Zonen in Ortschaften fordert, betont in einer Mitteilung die Vorteile: Tiefere Geschwindigkeiten führten zu einem ruhigeren Fahrverhalten, die Anzahl und Schwere von Unfällen nehme ab und die Wege für Schulkinder würden weniger gefährlich. Die Sicherheit in Wohnquartieren werde insgesamt erhöht.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE