28.02.2017 10:01
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Wetter
Sturm und Temperatursturz
Starke Windböen haben auch im Kanton Bern für eine unruhige Nacht gesorgt. Bei der Kantonspolizei gingen etwa zehn Meldungen über umgestürzte Bäume und weggewehte Baugerüste ein. Da und dort lagen Baustellenabschrankungen auf der Strasse.

Betroffen war vor allem der Berner Jura, wie ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen auf Anfrage sagte. Auch aus dem Emmental wurden kleinere Schäden gemeldet. Die stärksten Windböen wurden mit 100 km/h in Meiringen gemessen, wie der Wetterdienst MeteoNews mitteilte. Besonders heftig blies der Wind auch in Mühleberg (81 km/h) und Courtelary (78 km/h).

In der Ostschweiz mehr Schnee

Im Neuenburger Jura wurden bis knapp gegen 100 Kilometer pro Stunde (km/h). Der Spitzenwert wurde auf dem Chasseral auf knapp 1600 Metern Höhe mit fast 140 km/h gemessen. Am Neuenburgersee wurden Böen von um die 90 km/h registriert. In den frühen Morgenstunden blitze und donnerte es dort auch.

Mit dem Temperatursturz gab es teilweise Schnee bis in tiefe Lagen. So wurden im Flachland am Dienstagmorgen ein bis vier Zentimeter Neuschnee gemessen. Tendenziell gab es in der Ostschweiz etwas mehr Schnee als weiter westlich. In leicht erhöhten Lagen fielen teilweise 10 bis 20 Zentimeter und in den Alpen örtlich sogar 30 bis 40 Zentimeter Neuschnee.

Die Kaltfront von Sturmtief «Udo» zog in der Nacht auf Dienstag vom Jura in Richtung Alpen und brachte innert weniger Stunden vielenorts 15 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Die sogenannte Niederschlagsabkühlung kam voll zum Tragen - die Temperaturen sanken vielenorts auf Tiefstwerte um 0 Grad. In der Stadt Bern gab es einen Temperatursturz um 10 Grad innert drei Stunden.

Winterlicher Fühlingsanfang


Damit hat sich der am Dienstag meteorologisch zu Ende gehende Winter standesgemäss verabschiedet. Und auch der meteorologische Frühling, der am Mittwoch beginnt, wird vielerorts winterlich beginnen.

Verantwortlich dafür ist wiederum eine Kaltfront, die sich bereits am Dienstagnachmittag mit teilweise heftigen Winden in der Westschweiz und im Bernbiet ankündigte. Die Böenspitzen erreichten auf dem Chasseral bereits wieder 128 km/h. Aber auch auf dem Bantiger und in Mühleberg BE wurden 106 respektive 108 km/h starke Windböen verzeichnet, wie Mühlebach weiter sagte. In der Region Genfersee bis hin ins Freiburgerland gab es am Dienstagnachmittag auch Blitz und Donner, während es in der Ostschweiz zunächst noch praktisch windstill war.

Erst ab Donnerstag allmählich trocken

Mit dem stürmischen Wetter ist es noch nicht zu Ende. Der Wind frischt nochmals kräftig auf, prognostiziert der Wetterpartner Meteotest von schweizerbauer.ch. Windböen erreichen Spitzen um 100 km/h. Kurzzeitig fällt starker Regen. Die Schneefallgrenze sinkt erneut bis in tiefere Lagen. In der Region Bern gab es bereits am frühen Dienstagmorgen erste Flocken. Am Nachmittag sind auch kurze Gewitter möglich. Bis am Abend folgen weitere Schauer.

Auch am Mittwoch fällt tagsüber zeitweise Regen oder Schnee, zwischendurch scheint die Sonne. Mit dem Durchzug einer Warmfront in der Nacht auf Donnerstag ändert sich der Wettercharakter nur allmählich. In der ersten Tageshälfte fällt noch Regen. Am Nachmittag folgt weitgehend trockenes Wetter. 

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