25.08.2019 17:02
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Esaf
Stucki ist Schwingerkönig
Der aus dem Berner Seeland stammende Christian Stucki ist Schwingerkönig. Im Schlussgang setzte er sich mit einem Blitzsieg gegen den Luzerner Joel Wicki durch. Damit stellen die Berner zum 26. Mal den König.

Nach nur 42 Sekunden war der Kampf der Generationen entschieden. Christian Stucki bezwingt im Schlussgang Joel Wicki mit Kurz/Kreuzgriff. Der Berner ist mit 34 der älteste Schwingerkönig der Geschichte. Stucki schafft somit den Schwinger-Grand-Slam. Er ist König und siegte am Unspunnen- und Kilchbergschwinget.

Wicki gab sich als fairer Verlierer. Er sei zufrieden mit dem Fest. Stucki sei ein verdienter Sieger, sagte der 22-Jährige. Wicki zeigte einen herausragenden Wettkampf. Im Schlussgang konnte er dem entfesselten Stucki nichts entgegensetzen. «Ich bin stolz auf meine Leistung und gratuliere Christian von Herzen», so Wicki.

Wicki war vor dem entscheidenden Duell deutlich im Vorteil. Der Vorsprung betrug 1,25 Punkte, ein Gestellter hätte ihm zum Königstitel gereicht. Mit den 10,00 Punkten zog er mit dem Innerschweizer gleich und ist damit König. Wicki bleibt der Titel des Erstgekrönten. Am Sonntagmorgen kam es bereits im 5. Gang zur Paarung Stucki gegen Wicki. Das Spitzenduell endete mit einem Gestellten.


«Ich bin fassungslos. Ich wollte einfach ziehen, es ist mir gelungen. That's it. Gegen Ende wäre es schwierig geworden. 16 Minuten wären happig gewesen. Ich kann es noch nicht glauben. Im Seeland ist wohl die Hölle los», sagte Stucki im Interview mit dem TV-Sender SR. Der Siegermuni wird den Gang ins Berner Seeland nicht antreten. «Den gebe ich zurück, ich bin kein Bauer. Kolin würde mir noch den Rasen vertrampeln», sagte Stucki. Der Berner will noch 3 Jahren weiter schwingen. Nach dem Esaf in Prattelen 2022 sei dann wohl genug, sagte Stucki schmunzelnd. 

Die Berner holen nach Kilian Wenger 2010, Matthias Sempach 2013 und Matthias Glarner 2016 mit Christian Stucki den vierten Titel in Folge.

Schlussrangliste

1a Christian Stucki 77,55
1b Joel Wicki 77,55 

Das Schwingfest hatte am Freitagnachmittag mit dem Festumzug und dem Fahnenempfang begonnen. Am Freitag pilgerten 110'000 Personen nach Zug, am Samstag gar 170'000, wie OK-Präsident Heinz Tännler am Sonntagmorgen vor den Medien sagte. Das OK rechnet für Sonntag mit 150'000 Besuchern, so dass insgesamt gegen 430'000 Personen das Schwing- und Älplerfest in Zug besucht haben werden.

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