31.03.2017 10:50
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Bern
Riesiges Gemälde auf Wiese
In der Nähe von Court BE ist auf einer Wiese ein Kunstwerk enthüllt. Es umfasst eine Fläche von 4000 Quadratmeter und würdigt die Bauarbeiter, die an der Autobahn A16 gearbeitet haben. Diese wird ab kommender Woche durchgängig befahrbar sein.

Der Künstler Saype hat drei Tage vor der Eröffnung eines Autobahnstück der Transjurane das Gemälde enthüllt. Wie der Kanton Bern mitteilt, ist das vergängliche «Landartkunstwerk» mit dem Porträt eines Tunnelarbeiters eine Würdigung aller Frauen und Männer, die im Laufe von drei Jahrzehnten am Bau mitgewirkt haben.

Während drei bis vier Wochen dürfte das Gemälde zu sehen sein. Es ist mit zu hundert Prozent biologisch abbaubaren Farben entstanden. Die «Lebensdauer» des Werks hänge vom Wetter ab - und wie schnell das Gras nachwachse, sagt Saype laut der Medienmitteilung. Saype, mit bürgerlichem Namen Guillaume Legros, ist ein für seine grossflächigen, in die Landschaft integrierten Kunstwerke bekannt. Er schuf beispielsweise im vergangenen Jahr am Landart-Festival von Leysin VD ein 10'000 Quadratmeter grosses Bild eines schlafenden Hirten.

Mit der Einweihung des letzten Teilstückes der Transjurane zwischen Loveresse BE und Court BE wird die Autobahn A16 ab Montag durchgängig befahrbar. Für die 85 Kilometer von Biel bis zur Landesgrenze in Boncourt JU brauchen Automobilisten künftig nur noch 55 Minuten.

30 Jahre nach dem ersten Spatenstich wird damit das grösste Strassenbauprojekt des Kantons Jura und des Berner Jura beendet. Die Transjurane kostete insgesamt mehr als 6,5 Milliarden Franken. Die hohen Kosten sind vor allem der zerklüfteten Geographie geschuldet: Nötig waren zahlreiche Tunnels und Viadukte. Entstanden ist eine Autobahn, die sich in die Täler fügt, ohne das Landschaftsbild zu verunstalten. Zudem förderten die Baustellen zahlreiche Dinosaurier-Spuren ans Tageslicht.

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