5.01.2014 19:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Winter
Regen und Wärme statt Winter
Das erste Wochenende des Jahres hat nur gerade in den Bergen und in Teilen des Tessins winterlichen begonnen. In der restlichen Schweiz war es am Samstag entweder regnerisch-trüb oder unsaisonal warm.

In den Föhngebieten in den zentralen und östlichen Alpen wurden am Samstag laut MeteoSchweiz Temperaturen von 10 bis 15 Grad gemessen. Der Südföhn blies auf Gipfeln und Pässen mit Spitzen von 90 bis 130 Kilometern pro Stunde. Wo der Föhn ausblieb, prägten Regen und Wolken den ganzen Samstag.

Einzig im Tessin fiel die Schneefallgrenze unter 1000 Meter. In den Süd- und Ostalpen ist seit Samstagmorgen gebietsweise über ein halber Meter Neuschnee gefallen, wie MeteoNews mitteilte. Entsprechend gross ist die Lawinengefahr.

Lawinentoter im Wallis

In den meisten Gebieten herrschte erhebliche Lawinengefahr (Stufe 3). Im Wallis lösten am Sonntag denn auch Skifahrende abseits der markierten Pisten drei Lawinen aus - zwei in Nendaz und eine im Hérenstal in Nax. Eine Person kam dabei ums Leben, zwei weitere konnten verletzt geborgen werden.

Für Südbünden galt am Sonntag die Gefahrenstufe vier von fünf. Gemäss dem WSL-Institut für Schnee und Lawinenforschung SLF gingen im Engadin, im Puschlav und im Münstertal viele Lawinen nieder. Wegen der Gefahr mussten zahlreiche Pässe gesperrt werden. Die Lawinensituation bleibt auch in den kommenden Tagen heikel: Im ganzen Alpenraum gilt weiterhin die Gefahrenstufe 3. 8 Kilometer Stau am Gotthard

Von Januarkälte keine Spur

Am Sonntag sank die Schneefallgrenze laut MeteoSchweiz zwar verbreitet auf 800 Meter. In weiten Teilen der Schweiz war es mit Temperaturen um 7 Grad aber nicht gerade winterlich und «recht sonnig». Und eine Abkühlung ist nicht in Sicht.

MeteoNews prognostiziert für den Wochenstart in den Bergen prächtiges Wintersportwetter. Bei einer Nullgradgrenze im Bereich von 3000 Metern liege aber ein Hauch Frühling in der Luft. Auch in den nächsten Tagen gebe es von Januarkälte keine Spur, es bleibe für die Jahreszeit viel zu mild.

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