5.11.2018 18:03
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
Ochse Urmel küsst sich zum Rekord
Einen Rekord der besonderen Art realisierte der Fleckvieh-Ochse Urmel. In einer Minute «küsste» er 15 Menschen. Zu sehen gibt es diesen aussergewöhnlichen Weltrekord im Januar beim Bayerischen Rundfunk.

Urmel wäre eigentlich gar nicht als Protagonist vorgesehen gewesen, sondern seine Mutter Mucki. Doch diese hatte sich am vergangenen Samstagmorgen kurz vor Drehbeginn den Magen mit Äpfeln vollgeschlagen. Anschliessend hatte sie keine Lust mehr, am Weltrekordversuch teilzunehmen. 

So musste Annika Müller einen Ersatz organisieren, denn das TV-Team war bereits in Nandlstadt vorgefahren. Für die Serie «Heimat der Rekord» sucht der Sender laufend neue «Rekordjäger». Urmel war dem Rekordversuch nicht abgeneigt. Als Gegenleistung bestand der vierjährige Ochse der Rasse Fleckvieh aber auf ein Leckerli.

Um einen neuen Weltrekord zu realisieren, musste Urmel innerhalb 60 Sekunden mindestens 12 Personen abschlecken. Und der gutmütige Riese schaffte gar 15 Personen. Auf den Befehl «Urmel, Bussi!» von Annika Müller küsste er sein Gegenüber. Überwacht wurde die Show von Olaf Kuchenbecker vom Rekord Institut, der deutschen Variante des Guinness Buchs der Rekorde, wie die «Süddeutsche Zeitung» schreibt. 

Das Küssen sei eigentlich ein Zufallsprodukt, sagte die Studentin zur Zeitung. Die 22-Jährige beschäftigt sich seit acht Jahren mit Rindern. Die Eltern wollten ihr kein Pferd finanzierten. So freundete sie sich mit Kalb Mucki auf dem Nachbarhof an. Sie wurden ein gutes Team. Schliesslich begann Annika Müller, das Kuhkalb Mucki auszubilden. Später reitete sie auch auf der erwachsenen Kuh.

Mucki brachte auch ein Kalb auf die Welt – Sohn Urmel, den neuen Weltrekordhalter. Eine Kuh sei charakterlich ähnlich einem Pferd, sagte Annika Müller zur «Süddeutschen». In ihrer Seele sei sie einem Hund ähnlich, treu und verschmust. Ihr Ziel ist es, ihre Kuh und ihren Ochsen für die tiergestützte Therapie auszubilden. Den Weltrekord von Urmel wird im Januar auf dem Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt.

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