17.04.2017 18:07
Quelle: schweizerbauer.ch - blu/sda
Wetter
Nun wird es winterlich
Der Regen und der Schnee, die über das Osterwochenende in einigen Regionen der Schweiz gefallen sind, haben die Waldbrandgefahr nicht wesentlich gemildert. Im Tessin, wo die Gefahr am grössten ist, hat es nicht geregnet. Ab Dienstag wird es kalt und winterlich. Es drohen empfindliche Fröste.

An Ostern gab es laut Gabriela Kaufmann, Meteorologin bei MeteoSchweiz, noch durchschnittliche Temperaturen für die Jahreszeit. Dies dürfte sich demnächst ändern: Für morgen Dienstag erwarteten die Meteorologen einen Kälteeinbruch und selbst im Mittelland stellenweise Schnee. Schnee im April gebe es in rund jedem dritten Jahr, schrieb SRF Meteo dazu.

Schnee bis in Mittelland

Die Schweiz liegt weiterhin in einer nordwestlichen Höhenströmung zwischen einem Hoch über dem Nordwestatlantik und einem Tiefdruckkomplex über dem Baltikum. Die Schweiz wird am Dienstag von einer Kaltfront erfasst. Dahinter fliesst aussergewöhnlich kalte Luft nach.

Am Dienstag wird das Wetter meist stark, mit Schnee- und Schneeregenschauer bis ins Mittelland. Am Alpennordhang fällt anhaltender Niederschlag, so die Prognose von Meteotest. Die Mengen in der Zentral- und Ostschweiz sind deutlich grösser als im Westen. Auch inneralpin fällt nur wenig Schnee. Die Temperatur steigt in den Niederungen kaum mehr über 5 Grad.

Bis -4 Grad am Donnerstagmorgen

Am Mittwochvormittag schneit es vor allem noch in der Zentral- und Ostschweiz. Im Westen überwiegt bereits wieder trockenes Wetter. Die Bise kommt auf und lockert die Bewölkung auf. Mit 5 Grad bleibt es kalt. Im Laufe des Nachmittags trocknet es auch in der restlichen Schweiz ab, die Nacht auf Donnerstag ist teilweise klar. 


In der Nacht auf Donnerstag wird es sehr kalt. Das Thermometer sinkt auf -2 bis -4 Grad. Am Donnerstag bleibt es wechselnd bewölkt bei 6 bis 8 Grad. Die Nacht auf Freitag wird wieder frostig. Am Freitag weht die Bise, zeitweise scheint die Sonne. Die Temperatur wird wieder über 10 Grad steigen.

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Waldbrandgefahr immer noch erheblich

Nördlich der Alpen und in Lagen ab 1500 bis 1600 Metern brachten die Ostertage den Winter zurück. Bis Montagnachmittag fielen rund 20 bis 30 Zentimeter Neuschnee, wie Gabriela Kaufmann, Meteorologin bei MeteoSchweiz, auf Anfrage sagte. In tiefen Lagen im Osten und Nordosten des Landes habe es ziemlich viel geregnet.

Dennoch besteht in einigen Gebieten in den zentralen und östlichen Voralpen, aber auch in weiten Teilen des Kantons Graubünden, nach wie vor erhebliche Waldbrandgefahr - was der dritten von fünf Warnstufen entspricht. Das ist dem Portal naturgefahren.ch des Bundes zu entnehmen.

Im Westen blieb es nahezu trocken

Mehr Sonne bekam der Westen der Schweiz ab. Dort habe es lediglich «Spuren von Regen» gegeben, sagte Kaufmann. Unter anderem im Jura, im Wallis, in der Waadt und in der Region Basel ist die Waldbrandgefahr ebenfalls erheblich.

Die grosse Waldbrandgefahr im Tessin und in den Südbündner Tälern - das entspricht der Gefahrenstufe 4 von 5 - hat sich über die Ostertage nichts geändert. Denn im Tessin war das Wetter mild und sonnig.

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