2.02.2018 06:02
Quelle: schweizerbauer.ch - ber
Schwingen
Nach Unspunnen ist vor Zug
Eine Schwingsaison ohne Fest mit eidgenössischem Charakter steht vor der Tür. Dennoch darf eine spannende Saison mit einigen Highlights erwartet werden. schweizerbauer.ch blickt noch einmal zurück ins vergangene Schwingjahr und wagt einen Ausblick in die Schwingsaison 2018.

Einige Spitzenschwinger haben ihre Agenda bereits bekannt gegeben. Am Sonntag wird in Gais AR der Lichtmess-Schwinget mit starker Beteiligung ausgetragen. Mit Michael Bless, Marcel Kuster, Raphael Zwyssig, Martin Hersche, Florin Gnägi und Roger Rychen steigen gleich sechs Eidgenossen in die Zwilchhosen. Bereits eine Woche später folgt Schlag auf Schlag ein Hallenschwinget dem Nächsten.

Dominator 2017: Christian Stucki

Die vergangene Saison wurde klar vom Seeländer Publikumsliebling Christian Stucki aus Lyss BE dominiert. Der 140 Kilo-Hüne konnte nebst dem Sieg am Saisonhöhepunkt, dem Unspunnen-Schwinget 5 Feste für sich entscheiden. Im vergangenen Jahr wurde Stucki an acht Kranzfesten mit Eichenlaub gekrönt. Insgesamt darf der Seeländer 118 gewonnene Kränze, davon fünf Eidgenössische, mit Stolz sein Eigen nennen. Darf er gesund bleiben, wird er sicherlich auch im Jahr 2018 zu den grossen Favoriten zählen.

Viele erschwangen 8, 9 oder sogar 10 Kränze

Ebenfalls acht Kränze erarbeiteten sich im vergangenen Jahr Schwingerkönig Kilian Wenger aus Horboden BE, Joel Wicki aus Sörenberg LU, Nick Alpiger aus Staufen AG, Sven Schurtenberger aus Büttisholz LU und Landwirt Thomas Sempach aus Heimenschwand BE. In der Jahreswertung stehen dem gelernten Landwirt und Zimmermann, Simon Anderegg aus Unterbach BE sowie Bauernsohn Bernhard Kämpf aus Sigriswil BE gar neun Kranzgewinne zu Buche. Ebenfalls neun Kränze erschwangen die beiden Thurgauer Samuel Giger aus Ottoberg und Domenic Schneider aus Friltschen.

Die meisten Kränze erarbeitete sich 2017 der Berner Matthias Aeschbacher aus Rüegsauschachen. Gleich zehn Mal konnte der Emmentaler nach einem Schwingfest mit Eichenlaub nach Hause reisen. Im neuen Schwingjahr darf man sicherlich auch auf die beiden Brüder Armon und Curdin Orlik gespannt sein. Standen doch beide an den letzten zwei Anlässen mit eidgenössischem Charakter im Schlussgang. Der jüngere der beiden, Armon Orlik trat am ESAF 2016 in Estavayer gegen den späteren König Glarner im Schlussgang an. Curdin qualifizierte sich am Unspunnten-Schwinget in Interlaken für die finale Entscheidung.

Zuversicht bei den drei Königen

Die Schwingfans dürfen sich voraussichtlich auf ein Jahr mit allen drei aktiven Königen freuen. Der Schwingerkönig von 2016, Matthias Glarner, hat sich soweit von seinem Sturz ab der Gondel bei einem Fotoshooting Ende Juni erholt und trainiert bereits wieder im Sägemehl. Schwingerkönig Matthias Sempach hat seine Agenda für die neue Saison aktuell noch nicht bekannt gegeben.

Wie schlussgang.ch schreibt, wird er voraussichtlich am 19. Mail 2018 am Oberaargauischen Schwingfest in Schwarzenbach sein erstes Kranzfest in dieser Saison bestreiten. Der dritte König im Bunde, Publikumsliebling Kilian Wenger ist immer ein heisser Kandidat für ein Spitzenresultat. Jedoch hat auch er immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Saisonhöhepunkt auf der Schwägalp

Als diesjähriger Saisonhöhepunkt wird das Schwägalp-Schwinget gehandelt. Es ist im aktuellen Schwingkalender das einzige der sechs Bergkranzfeste, an welchem die besten Schwinger der drei grossen Verbände Nordostschweiz, Innerschweiz und Bern aufeinandertreffen werden.

Dabei stellt der Gastgeber Nordostschweiz 60 Athleten. Aus der Innerschweiz und Bern dürfen je 15 Schwinger auf der Schwägalp angreifen. Ein besonderes Augenmerk gilt nebst den Bergfesten, dem Innerschweizerischen in Ruswil und dem Berner Kantonalen in Utzenstorf. Und wie in jeder Saison, werden bestimmt auch im neuen Jahr Sterne von jungen Athleten aufgehen. Eine spannende Saison steht also vor der Tür!


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