22.08.2016 13:28
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Politik
Metzger gegen «Grüne Wirtschaft»
Der Fleischfachverband ist gegen die Initiative für eine «Grüne Wirtschaft». Die Parole beschloss der Hauptvorstand. Die Ziele der Initiative seien völlig unrealistisch und schmälerten die Konkurrenzfähigkeit. Zudem wären die Initiativziele nur mit einschneidenden Vorschriften umzusetzen - etwa beim Fleischkonsum.

Konkret müsste mit einer spürbaren Verteuerung der Lebensmittel, Reisen und Mieten gerechnet werden, teilte der Verband am Montag mit. Die wettbewerbsfeindliche Initiative würde die Schweiz weiter abschotten und neue Handelshemmnisse schaffen. Zudem deute die Möglichkeit für den Bundesrat, zur Erreichung der Ziele Budget- und Steuermassnahmen ergreifen zu können, auf neue Lenkungsabgaben hin. Dies könnte bei einer möglichen Steuerung des Fleischkonsums zu einer zusätzlichen Fleischsteuer führen.

Was das für die bereits gegenüber dem Ausland unter schlechteren Bedingungen leidenden Fleischbranche bedeuten würde, lasse sich leicht ausrechnen. Die Bevölkerung würde die noch höheren Fleischpreise und die behördlich verordneten Konsumeinschränkungen kaum hinnehmen und noch mehr im Ausland einkaufen, schreibt der Verband. Bereits heute kaufen die Schweizer Fleisch für 1,2 bis 1,6 Milliarden Franken pro Jahr ennet der Grenze.

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