29.10.2015 10:10
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wetter
MeteoSchweiz hat Bodenmessnetz erweitert
MeteoSchweiz hat das nationale Bodenmessnetz modernisiert und erweitert. Das Bundesamt für Meteorologie verfügt nun über 260 automatische Messstationen, die alle zehn Minuten Daten liefern.

Innerhalb von zehn Jahren hat MeteoSchweiz die Zahl der Messstationen von 110 auf 260 erhöht und zugleich die alten Stationen erneuert, wie am Mittwoch in Payerne VD informiert wurde.

Netz engmaschiger

«Sie liefern alle 10 Minuten Daten, während 7 Tagen und 24 Stunden», sagte Emmanuel Brocard, Leiter des Projekts SwissMetNet von MeteoSchweiz, am Mittwoch der Nachrichtenagentur sda. Zudem ist das Bodenmessnetz engmaschiger geworden.

Die Daten werden im Rechenzentrum in Zürich analysiert, wo auch die Daten von über 1500 Messstellen von anderen Betreibern eintreffen. Pro Tag werden rund 100 Millionen Datensätze über Temperatur, Feuchtigkeit, Wind oder Regen verarbeitet. Mit dem besseren Messnetz und der Datenverarbeitung sollen die Wetterprognosen verbessert werden. «Mit mehr Daten sind wir enger vernetzt», sagte Brocard. Man könne zum Beispiel Entwicklungen besser verfolgen und zum richtigen Zeitpunkt Warnungen herausgeben.

Zusammenarbeit mit Kanton Wallis

Bezüglich der Naturgefahren arbeitet MeteoSchweiz zudem mit dem Kanton Wallis zusammen. Die beiden Partner richteten ein feinmaschiges Niederschlagsmessnetz ein, um die Vorhersagen bei Hochwasser zu verbessern. «Unwetter sind ein Schlüsselelement für den Bevölkerungsschutz», sagte der Projektleiter. Starke Niederschläge könnten zu Erdrutschen, Hochwasser und Überschwemmungen führen.

MeteoSchweiz investierte zwischen 2005 und 2015 in das nationale Bodenmessnetz 28,1 Millionen Franken. Die Kosten für Unterhalt und Betrieb des Netzes belaufen sich auf knapp 2,1 Millionen Franken pro Jahr.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE