5.07.2018 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - lid
Thurgau
Mehr Bio-Betriebe im Thurgau
Im Kanton Thurgau hat die Anzahl Bio-Betriebe im letzten Jahr überdurchschnittlich zugenommen.

Der Trend zu mehr Bio-Betrieben setzt sich im Kanton Thurgau fort: 2017 produzierten 315 Betriebe nach den Richtlinien des biologischen Landbaus. Das sind 21 Betriebe mehr als im Vorjahr, was der zweitgrössten Zunahme seit der Jahrtausendwende entspricht, teilt der Kanton Thurgau mit. Die Bio-Fläche umfasste im letzten Jahr rund 6'600 Hektaren, was einem Anteil von 13 Prozent an der Landwirtschaftsfläche entspricht.

Insgesamt gab es im letzten Jahr 2’569 Landwirtschaftsbetriebe und Tierhaltungen. Das sind 41 Betriebe weniger als 2016. Von dieser Abnahme sind vor allem mittelgrosse Betriebe betroffen. Innert Jahresfrist stellten 47 Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Nutzfläche von 5 bis 25 Hektaren ihre Tätigkeit ein oder vergrösserten den Betrieb, wie aus dem Bericht "Landwirtschaftliche Betriebsstrukturdaten 2017" hervorgeht. Im Jahr 2017 umfasste die landwirtschaftliche Nutzfläche im Thurgau 49’403 Hektaren. Damit hat sie erstmals seit fast zehn Jahren nicht mehr weiter abgenommen.

Spezialkulturen gewinnen an Bedeutung

Die Produktion von Spezialkulturen wie Gemüse, Obst und Beeren gewinnt im Thurgau zunehmend an Bedeutung. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Anbaufläche um fast einen Fünftel ausgedehnt und betrug 2017 gut 3’200 Hektaren. Gleichzeitig ist die Auswahl der Kulturen vielfältiger geworden. Die wichtigste Spezialkultur im Thurgau, die Äpfel, hatte im Jahr 2000 einen Flächenanteil von rund 60 Prozent.

2017 betrug er nur noch gut 40 Prozent. Dagegen haben andere Kulturen – wie das einjährige Freilandgemüse, Steinobst, mehrjährige Beeren und Birnen – an Fläche dazugewonnen. Auch zwischen 2016 und 2017 setzte sich der Vormarsch der Spezialkulturen fort. Das geht vor allem auf das einjährige Freilandgemüse und die Birnen zurück.

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