11.07.2019 06:01
Quelle: schweizerbauer.ch - Melina Gerhard, lid
Direktvermarktung
Mehr als einfach ein Webshop
Wöchentlich ist sie an Märkten in der Region anzutreffen. Zusammen mit ihrem Mann liebt sie den persönlichen Austausch mit den Kunden. Doch Stefanie Weber vom Hof Baregg hat ein weiteres Verkaufsinstrument: Den eigenen Webshop. Eine Art Online-Visitenkarte.

Angefangen hatte alles mit dem Ebenrain-Tag. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Christian bot sie am Fest der landwirtschaftlichen Schule frisches Holzofenbrot an. Die grosse Nachfrage animierte das eingespielte Team dazu, an Messen und Märkten das Brot und die Hofprodukte anzubieten. Da sie und ihr Mann interkantonal unterwegs waren und von ihren Kunden nach Kontaktdaten angefragt wurden, war bald klar: Eine Website mit Informationen über den Hof und das Angebot musste her.

Der Wunsch nach einem Online-Shop

Im Jahr 2000 hat die gelernte Kauffrau, die sich gerne mit dem Online-Thema beschäftigt, eine Website erstellt. "Eine ganz simple, mit dem Frontpage-Baukastensystem von Microsoft", erzählt Stefanie Weber. Diese hielt sie mit Informationen rund um den Hof à jour. Mit wachsender Produktpalette wurde auch der Wunsch nach einem Webshop grösser. Die Kunden sollten auf der Internetseite alle Hof-Baregg-Produkte auf einen Blick sehen.

"Vor etwa eineinhalb Jahren habe ich mich entschieden, meine Produkte auch auf einem Webshop anzubieten. Zudem war die alte Website etwas in die Jahre gekommen. Ich habe mich umgeschaut und verschiedene Optionen geprüft. Mit dem Anbieter Jimdoo konnte ich eine Websitemit integriertem Webshop erstellen."

Weber wollte, dass die Seite professioneller daherkommt und hat deshalb eine Grafikerin für das Erstellen des Logos sowie einen Marketing-Spezialisten beauftragt. "Der Marketing-Spezialist hat mich in der Website-Gestaltung begleitet und beim Aufbau des Webshops sowie beim Newsletter geholfen. Das war zwar nicht günstig, hat sich aber gelohnt", sagt Weber.

Dem Kunden einfach machen

"Beim Aufbau meiner Website war mir vor allem wichtig, dass sich der Kunde zurechtfindet", so Stefanie Weber. Sie betont, dass es wichtig sei, von Anfang an eine Vorstellung zu haben, wie die Website aussehen soll. "Desto einfacher ist dann die Umsetzung", ergänzt sie.

"Es ist es wichtig, dass die Website à jour gehalten und beispielsweise die Startseite stets mit neuen Berichten oder Fotos bespielt wird", weiss Stefanie Weber. Sie findet es zusätzlich eine gute Idee, mit den Seitenbesuchern einen Dialog zu führen: "Ich frage beispielsweise, wie das neugeborene Kalb heissen soll oder welches Gebäck im Sortiment gewünscht ist."

Ergänzung zum ursprünglichen Hofladen

Pro Woche wendet Weber 2 bis 3 Stunden für ihren Internetauftritt auf. Dazu gehören auch Posts auf Facebook. "Am Freitag schauen bereits viele Leute auf meiner Facebook-Seite, was ich am Samstag für eine Spezialität am Wochenmarkt anbiete", so Weber.

Es sei wichtig, dass man mit Herzblut daran arbeite, denn Kosten und zeitlicher Aufwand seien gross. Zudem brauche man eine grosse Portion Geduld, denn der Shop braucht eine Anlaufzeit von mindestens zwei Jahren.

Auf die Frage, ob die Kunden vom Hof Baregg in Zukunft nur noch online einkaufen können, winkt sie lachend ab. Die Marktfahrerei aufzugeben, kommt für sie nicht in Frage. "Zwei Drittel der Kunden stellen online einen Warenkorb zusammen und holen ihn dann am Markt oder auf dem Hof ab", erklärt sie. "Und ich geniesse es, ab und zu unter die Leute zu kommen."

Der Hof Baregg bietet Produkte aus eigenem Anbau im Webshop, im Hofladen und an verschiedenen Märkten an: 

•Brote, Zopf, Gebäck aus Weizen und Urdinkel

•Wurst, Geräuchertes, Fleisch-Mischpakete aus Galloway-Rindern

•Konfitüren und Brände aus dem Hochstamm-Obst

•Süss-Saures aus dem Gemüsegarten

•Honig aus der Imkerei

Mehr Informationen direkt unter www.hof-baregg.ch oder auf Facebook.

 

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