8.12.2018 11:40
Quelle: schweizerbauer.ch - Therese Krähenbühl
Landfrauenküche
Landfrauenküche: Coni wagt Aussergewöhnliches
Die Landfrauen stehen wieder am Herd. Coni Hiltebrand aus Teufen ZH kocht mit Inspirationen aus der ganzen Welt und serviert mutig Lamm mit Schokolade. -> Mit Sendung

Ich mag die Landfrauenküche unter anderem deshalb so gerne, weil man wirklich spannende Einblicke in das Leben wildfremder Menschen bekommt. Und oft sind die Lebensumstände dieser Menschen aussergewöhnlich und auch inspirierend.

So erging es mir auch, als ich mir die aktuelle Folge der Landfrauenküche angesehen habe. Coni Hiltebrand aus Teufen ZH ist definitiv keine gewöhnliche Person. Sie ist die Hauptverantwortliche für den Hof, während ihr Mann auswärts arbeitet, fährt jeden Samstag mit ihrem Gemüse und Selbstgebackenem auf den Markt und hat auf ihren Reisen schon viel von der Welt gesehen und auch allerlei Rezepte mitgebracht.

Auch sonst hat Coni gar keine Berührungsängste und lässt sich zum Beispiel in der Sendung auch von zwei Frauen aus der Mongolei zeigen, wie man mongolische Nudeln herstellt. Zusammen mit ihren Familien geniessen sie die Nudeln dann sogar in einer eigens dafür aufgestellten Jurte.

Freude an guten Produkten

Wäre der Begriff nicht so abgedroschen, könnte man sagen, dass Coni ein Foodie ist. Aber eben, diese Bezeichnung, die man sonst eher für bartragende Hipster aus städtischen Milieu, die ihr eigenes Bier brauen und ihr mit Schimmel gereiftes Fleisch auf einem sauteuren Grill in stundenlangem Zeremoniell braten, will einfach nicht recht zu Coni passen.

Viel eher hat man bei ihr einfach den Eindruck, dass sie enorm viel Freude an guten Produkten und den Mut hat, diese aussergewöhnlich einzusetzen. Denn wer an Landfrauenküche denkt, denkt auch ganz schnell an solide Hausmannskost. Coni verlässt mit ihrem Menü die bekannten Pfade und ich muss einmal mehr sagen, dass ich so gerne auch bei den Landfrauen am Tisch gesessen hätte.

Doch beginnen wir am Anfang. Zur Vorspeise serviert Coni den Landfrauen einen warmen Salat aus verschiedenen Gemüsen und dazu gibt es ihr Hausbrot. Ich persönlich bin ein sehr grosser Fan von warmen Salaten. Auch bei den Landfrauen kommt dieser Gang gut an.

Schoggi zum Lamm

Beim Hauptgang beweist Coni Mut und serviert den Landfrauen Lamm. Sie ist aber so clever, ihnen nicht zu verraten, dass es sich beim Fleisch um Lamm handelt. Dass die Landfrauen selber nicht erkennen, was für ein Fleisch sie auf ihren Tellern haben, liegt daran, dass Coni dieses mit viel Liebe und allerlei interessanten Zutaten wie Holundersaft und etwas Prosecco mariniert und die Sauce mit Schokolade verfeinert hat (das ist übrigens für Saucen zu gebratenem Fleisch im Allgemeinen ein guter Tipp – schwarze Schokolade macht sie wunderbar cremig und verleiht ihr das gewisse Etwas).

Zum Lammgeschnetzelten serviert die Köchin Rösti aus farbigen Kartoffeln und gefüllte Krautstieltaschen. «Ich möchte den Frauen zeigen, dass Lamm fein ist», erklärt Coni zu ihrem Menü und trifft damit voll ins Schwarze. Zwei Landfrauen wollten sogar Nachschlag und staunen nicht schlecht, als sie am Ende der Sendung erfahren, dass sie Lamm gegessen haben. I

Das Menü wird mit süssen Ravioli mit einer Schoggi-Nuss-Füllung, Apfelglace und Birnensorbet abgerundet. Auch dieses aussergewöhnliche Dessert scheint den Landfrauen gut zu schmecken.  Nach diesem inspirierenden Fernsehabend habe ich einmal mehr Lust, Neues auszuprobieren und gute, schweizerische Zutaten mit Einflüssen aus der grossen, weiten Welt zu verbinden.

Was Karin Caminada aus Almens GR ihren Gästen kochen wird, erfahren die Zuschauer am 12. Dezember 2018 um 20.05 Uhr, wenn es wieder heisst «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche».

 

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