14.05.2017 17:40
Quelle: schweizerbauer.ch - AgE
Deutschland
Klimaschutz nicht zu Lasten Nahrungsmittelproduktion
Bei der Erarbeitung des neuen Klimaschutzgesetzes in Niedersachsen muss auch der Beitrag der heimischen Landwirtschaft zur Nahrungsmittelproduktion im Blick behalten werden. Das hat das Landvolk Niedersachsen anlässlich einer Anhörung zum neuen Klimagesetz im Umweltausschuss des Landtages in Hannover angemahnt.

Die Landwirte in dem Bundesland nähmen die Herausforderung Klimaschutz an, betonte der Landesbauernverband. Gleichzeitig trügen sie aber auch eine besondere Verantwortung für die Nahrungsmittelerzeugung, weil Niedersachsen zu den fruchtbarsten und ertragreichsten Regionen der Welt zähle.

Trotz zu erwartender Extremwetterlagen könnten die Landwirte in dem Bundesland ihre Flächen auch künftig produktiv nutzen. Daraus leite sich die Verpflichtung der Landesregierung ab, „landwirtschaftliche Betriebe und deren landwirtschaftliche Nutzfläche für eine effiziente Nahrungsmittelerzeugung zu erhalten“, so der Landvolkverband.

Eine allein dem Ziel des Klimaschutzes untergeordnete Einschränkung der landwirtschaftlichen Erzeugung bezeichnete das Landvolk als „aus den Augen, aus dem Sinn-Taktik“. Die Nahrungsmittelproduktion werde dann nämlich in Regionen der Welt verlagert, wo sie weitaus höhere Treibhausgasemissionen verursache. In besonderem Masse treffe das für Dauergrünländereien zu, deren Erhalt hierzulande ebenfalls als politisches Ziel formuliert worden sei.

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