14.12.2019 13:34
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Klimagipfel
Klima: Druck erhöht
Um in den Uno-Klimaverhandlungen Druck zu machen, haben 17 Staaten, darunter auch die Schweiz, gemeinsam Mindeststandards für den internationalen Handel mit Klimaschutz-Gutschriften gefordert. Im Schlussspurt der Verhandlungen veröffentlichten sie ihre Ansprüche.

Unter anderem heisst es darin, dass der Schutz der Umwelt gewährleistet sein müsse und der Handel auch wirklich dazu führen müsse, dass der weltweite Treibhausgas-Ausstoss zurückgehe. Zudem fordern sie ein Verbot, alte Gutschriften aus der Zeit vor dem Pariser Klimaabkommen weiterhin zu nutzen.

17 Staaten hatten sich dafür zusammengetan, darunter die Schweiz, Deutschland, Luxemburg, Schweden, Österreich und Dänemark. Mit dabei waren ausserdem besonders von den Folgen des Klimawandels bedrohte Länder wie der südpazifische Inselstaat Vanuatu und die Marshallinseln. Angeführt wurde die Liste von Costa Rica, wo die Gruppe sich im Vorfeld des diesjährigen Klimagipfels erstmals zusammengetan hatte.

Die Regeln für die internationale Zusammenarbeit festzulegen, ist eine der grossen Aufgaben der diesjährigen Verhandlungen. Ziel des Handels ist, Ländern die Möglichkeit zu geben, Massnahmen zur CO2-Minderung im Ausland zu finanzieren und sich die eingesparten Klimagase selbst anzurechnen.

Umgekehrt können Länder, die ihre Ziele übererfüllen, Gutschriften verkaufen. Eigentlich stand das schon beim letzten Klimagipfel in Polen auf der Tagesordnung, aber weil man sich nicht einigen konnte, verschob man die Verhandlungen.

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