4.08.2016 15:56
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wetter
Kaltfront mit Schadenspotenzial
Das sonnige Sommerwetter nimmt am Donnerstag ein abruptes Ende. Eine Kaltfront zieht über die Schweiz. Starkregen, heftige Windböen und ein Temperatursturz sind zu erwarten. Besonders in der Zentral- und Ostschweiz könnten Gewitter für Probleme sorgen.

In den vergangenen Tagen lachte häufig die Sonne über der Schweiz. Von Tag zu Tag wurde es wärmer, am Donnerstag kratzte das Thermometer an der Hitzemarke von 30 Grad. Wolken künden nun aber einen Wetterwechsel an. Und dieser könnte heftig ausfallen.

Starkregen und Windböen

Bereits im Vorfeld der Kaltfront dürften sich einige Gewitter bilden. Richtig los geht es mit dem Eintreffen der Kaltfront. Naturgefahren.ch, meteocentrale.ch und meteonews.ch warnen vor möglichen Starkregen ab Donnerstagabend bis am Freitagmorgen. Die Gewitter werden von auffrischenden Böen begleitet.

Der Schwerpunkt der Niederschläge dürfte in der Zentral- und Ostschweiz zu liegen kommen. „Am meisten Regen ist entlang der Voralpen und Alpen zu erwarten. Von der Zentralschweiz übers Glarnerland bis zum Toggenburg sind über 50 l/m2 ziemlich wahrscheinlich“, erklärt Marc-Olivier Schmid, Prognostiker von Meteotest, auf Anfrage von schweizerbauer.ch Im Mittelland, besonders Richtung Westen sind am wenigsten Niederschläge zu erwarten. Nass werde es aber überall, hält Schmid fest.

Bis 70 mm Regen

In den Voralpen und Alpen, in Teilen des Mittellandes und im westlichen Jura muss zwischen Donnerstagabend und Freitagvormittag mit 30 bis 50 mm Niederschlag gerechnet werden. Mit Gewittern können die Niederschlagsmengen lokal auch grösser ausfallen, punktuell sind auch 50 bis 70 mm möglich. Die Kaltfront könnte aber auch zu Hagelschlag führen. „Mit starken Winden in der Höhe besteht Potential für Hagelschäden“, präzisiert der Wettermann.

Die zum Teil grossen Niederschlagsmengen können dazu führen, dass kleinere Bäche über die Ufer treten. Gefährdet sind die Voralpen und Alpen von der Zentralschweiz übers Glarnerland bis zum Toggenburg. Bei grösseren Fliessgewässern ist die Gefahr deutlich kleiner. Schmid betont, dass die Kaltfront auch ohne grössere Gewitter über die Schweiz ziehen könnte.

Temperaturen sacken ab

In der Nacht verlagern sich die Niederschläge von West nach Ost. Mit dem Durchzug der Kaltfront kommt es zu einem massiven Temperatursturz. Am Freitag liegen die Höchstwerte unter 20 Grad. „Auf der Alpennordseite sind nur gerade an einigen Orten im Mittelland und auf der Juranordseite Werte von mehr als 20 Grad zu erwarten“, so Schmid. Das Wetter ist zuerst regnerisch und trüb. Im Laufe des Tages setzt sich aus Westen meist trockenes und teils sonniges Wetter durch.

Am Wochenende bessert sich das Wetter zügig. „Ab Samstagmorgen gibt es viel Sonne und steigende Temperaturen“, fährt Marc-Olivier Schmid fort. Die Temperatur steigt wieder auf bis zu 27 Grad an. „Regen oder Gewitter sind erst wieder ab Dienstagnachmittag zu erwarten“, erklärt Schmid.

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