25.10.2020 17:00
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Marienkäfer
Käferplage in der Schweiz
Marienkäfer aus Asien suchen hierzulande Unterschlupf. An den Hauswänden sind sie zwar nicht gern gesehen, den wirklichen Schaden aber können sie im Rebbau anrichten.

Zu Tausenden hängen sie derzeit an den Hauswänden. Die asiatischen Marienkäfer. Ursprünglich wurden sie als Blattlausjäger gezüchtet und in einigen europäischen Ländern zur biologischen Schädlingskontrolle in Treibhauskulturen eingesetz. Mittlerweile sind die Marienkäfer auch im Freiland zu finden. Heute ist der asiatische Marienkäfer gar die häufigste Marienkäferart im Land.

Dass die Insekten sich nun in Scharen an Gebäuden versammeln, passiere immer im Herbst, sagt Christian Lindner von Agroscope gegenüber "der Bund". Während die asiatischen Käfer im Obstbau noch gern gesehene Gäste seien, können sie im Rebbau den Geschmack des Weins negativ beeinflussen. Ein einziges Insekt pro Kilogramm Chasselas reiche aus, um die Feinheit und Fruchtigkeit des Weins zu mindern. Ausserdem rieche der Wein später nach ranzigem Öl, weil die Insekten die Chemikalie Alkylmethoxypyrazin freisetzten. Bei fünf Insekten pro Kilogramm ist auch die Qualität von Pinot-noir-Weinen stark reduziert.

 

 

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