3.06.2020 09:20
Quelle: schweizerbauer.ch - pd
Uri
Hochwasser: Themenweg eröffnet
Hochwasser haben Uri in den letzten Jahrzehnten immer wieder schwer getroffen. Um gegen Wassermassen künftig besser geschützt und vorbereitet zu sein, hat die Baudirektion Uri seit 2005 viele bauliche Massnahmen realisiert. Jetzt zeigt der neue Themenweg Hochwasserschutz Uri auf unterhaltsame Art, was alles umgesetzt wurde.

In der Nacht vom 22. auf den 23. August 2005 wurden weite Teile des Urner Talbodens überschwemmt. Die Schäden betrugen mehrere hundert Millionen Franken. Bereits 1977 und 1987 verwüsteten Hochwasser Häuser, Kulturland und Industriestandorte. Verkehrs- und Versorgungswege wurden unterbrochen oder zerstört.

Der Kanton Uri reagierte 2005 schnell. Er startete das Grossprojekt «Hochwasserschutz Urner Talboden», um den Lebensraum und den Wirtschaftsstandort im Unteren Reusstal vor Hochwassergefahren zu schützen. Das Projekt umfasste stationäre und mobile Massnahmen an neuralgischen Stellen der Reuss, der Stillen Reuss und des Schächen, ein modernisiertes Alarmierungssystem und eine Verbesserung der Notfallorganisation. Insgesamt wurden seither auf dem ganzen Kantonsgebiet über 75 Mio. Franken investiert. An ausgewählten Gewässern sind für die kommenden Jahre weitere Massnahmen geplant.

Alten Lehrpfad aufgelöst

Bis Ende 2019 habe ein Lehrpfad entlang der Reuss auf die Hochwasser von 1977 und 1987 und die damals getroffenen Schutzmassnahmen hingewiesen, teilt der Kanton Uri mit. Was nach 2005 realisiert wurde, war bisher kein Thema. Weil die alten Lehrpfadtafeln nicht mehr aktuell waren, beschloss das Amt für Tiefbau der Baudirektion Uri, etwas Neues zu schaffen.

Gemeinsam mit den Kommunikationsverantwortlichen der Baudirektion Uri und der Agentur Steiner Sarnen Schweiz AG wurde nach einem neuen Ansatz gesucht und in Form eines Themenwegs gefunden. Der Themenweg sollte mehrere Kriterien erfüllen: optisch frisch und zeitgemäss sein, unterhalten und überraschen, leicht verständliche Texte aufweisen und verschiedene Zielgruppen wie Familien, Schulklassen, Wanderer oder Fachinteressierte ansprechen.

12 Standorte, viel Wissen

Das Amt für Tiefbau definierte zwölf Tafelstandorte und -inhalte. Die Projektverantwortlichen der Steiner Sarnen Schweiz AG entwickelten gestützt darauf Ideen, um die Inhalte kriteriengerecht vermitteln zu können. Dazu gehören Fragen, die sich an Kinder richten, Steinskulpturen zum Anfassen oder weiterführende Informationen, die via Smartphone oder Internet abgerufen werden können. Vor Ort umgesetzt wurde der Themenweg von Urner Firmen.

 

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