13.06.2019 16:00
Quelle: schweizerbauer.ch - mgt/khe
Aargau
Es wird eng im Aargauer Wald
An der Generalversammlung von WaldArgau gab Andreas Rigling Einblick in die Schweizer Waldforschung.

Nicht nur die Fichte hat ein Problem mit dem Klimawandel und dem damit verbunden Trockenstress. Nach dem Dürresommer 2018 haben auch die Tanne und die Buchen Schwierigkeiten. Anderas Rigling, Leiter der Forschungseinheit Walddynamik am Forschungsinstitut für Wald Schnee und Landschaft (WSL) bringt es auf den Punkt: „2018 begann für die Buche der Herbst bereits im Sommer.“

Klimaextreme nehmen zu

In seinem Referat gab er Einblick in die Hot-Spots, Trends und Massnahmen der Schweizer Waldforschung. Die Waldgrenze in den Bergen werde steigen. Klimatische Extreme wie Stürme und Trockenheit nehmen zu. Aufgrund der Trockenheit werden bei der Fichte und der Tanne der Borkenkäfer ein Problem. Und die Trockenheit bringt auch die Buche ins Wanken. Rigling empfiehlt den Waldeigentümer den Waldbau anzupassen. Das Risiko kann mit einer Erhöhung der Baumartenvielfalt und der genetischen Vielfalt reduziert werden.

Weiter tragen zur Reduktion des Risikos folgende Massnahmen bei:

- Verkürzung der Umtriebszeit

- Erhöhung der Eingriffsstärke

- Erhöhung der Widerstandskraft durch Förderung der Biodiversität

«Minimierung des Risikos in Ökologie und Ökonomie durch Vielfalt. Dieses Vorgehen hat sich im Schweizer Wald schon lange bewährt», erklärte Rigling.

Ziele bis 2022

Vreni Friker, Grossrätin und Präsidentin von WaldAargau stellte an der Generalversammlung die Verbandsstrategie 2019-2022 vor. 100 Mitglieder waren anwesend. WaldAargau will bei Waldthemen die Themenführerschaft gewinnen, die politische Verankerung stärken und Dienstleistungen weiterentwickeln. 


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