27.09.2020 11:00
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wetter
Erster Schnee sorgt für Chaos
Der erste Schneefall diesen Herbst schon im September hat im Strassenverkehr zu Problemen in höheren Lagen geführt. Zu Beginn der Herbstferien in mehreren Kantonen kam es am Gotthard-Strassentunnel ausserdem zu kilometerlangem Stau Richtung Süden.

Bereits am Samstagmorgen stauten sich die Fahrzeuge auf einer Länge von 12 Kilometern. Der Zeitverlust auf dem Weg nach Süden betrug am Mittag zwischen Erstfeld und Göschenen im Kanton Uri zeitweise über zwei Stunden, am späteren Nachmittag bei 6 Kilometern Stau noch rund eine Stunde. Um der Verkehrsüberlastung auszuweichen, empfahl der TCS die A13 durch den San-Bernardino-Tunnel.

Auch Schneefall führte am Samstagmorgen an mehreren Orten in der Schweiz zu Verkehrsbehinderungen. Viele Strassen in den Bergen sind schneebedeckt, so unter anderem bei Davos und Arosa in Graubünden und beim Simplonpass im Wallis. Teilweise mussten Schneeketten montiert werden. Auch mehrere Pässe waren geschlossen, darunter der Gotthard-, der Oberalp- und der San-Bernardino-Pass.

Es kam wegen des Schneefalls auch zu Unfällen. In Jenaz GR kam eine Automobilistin wegen des Schnees auf einem Feldweg von der Strasse ab. Die 28-Jährige und ihr Baby wurden verletzt.

Die winterlichen Strassenverhältnisse überforderten zahlreiche Fahrerinnen und Fahrer, wie die Kantonspolizei Graubünden schrieb. Die Einsatzkräfte seien zu 20 Verkehrsunfällen mit Blechschaden gerufen worden. Die Mehrheit der Fahrzeuge sei noch mit Sommerreifen ausgerüstet gewesen.

Seltenes Naturphänomen

Gemäss SRF Meteo fällt im September selten so viel Schnee. Der Wetterdienst schrieb dazu auf Twitter: «Für Schulkinder beginnen in einigen Kantonen wohl bereits die Winter- anstatt die Herbstferien. Denn plötzlicher Schneefall hat zahlreiche Bergregionen in den tiefen Winter katapultiert.» In Crans-Montana VS kam es sogar zu einem Rekord - dort fielen 25 Zentimeter Schnee.

In Davos fielen 26 Zentimeter Schnee. Die Messungen liegen für diese beiden Orte seit 1931 vor, die Höhe wird nur am frühen Morgen gemessen, wie es weiter heisst.

Im Kanton Waadt warnte die Polizei Wanderer davor, in schneebedeckte Wälder zu gehen. Der nasse Schnee könne dazu führen, dass Äste abbrechen. Automobilisten wurden dazu aufgerufen, nur mit Winterausrüstung Strassen in höheren Lagen zu befahren.

Mehr zum Wetter hier.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE