22.11.2013 11:22
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Winter
Erste Winterpracht in der Schweiz bremst den Verkehr aus
Der Winter hat fast die gesamte Schweiz mit einer weissen Decke überzogen. Besonders stark schneite es im Tessin. Dort fielen bis zu 40 Zentimeter Neuschnee in den Bergen. Auch in der Magadino-Ebene fiel viel Schnee.

Die Meteorologen von MeteoNews vermeldeten für die Stadt Locarno  20 Zentimeter Neuschnee. Wegen der Nässe löste sich im Verzasca-Tal  am Morgen ein Erdrutsch und beschädigte einen Strommast.

Darauf fiel im ganzen Verzasca-Tal der Strom aus. Der  Stromausfall wurde nach Angaben des Stromunternehmens Società  Elettrica Sopracenerina (SES) im Laufe des Morgens wieder behoben.

Auch im Kanton Luzern kam es zu einem grossflächigen  Stromausfall. Schnee und Eis auf Stromleitungen bescherten 2500  Haushalten im Gebiet Gunzwil, Neudorf, Beromünster und Schenkon ein  Blackout, wie die Centralschweizerische Kraftwerke AG mitteilte.  Zum Teil dauerte der Stromausfall über mehrere Stunden.

Auch das Mittelland wurde im Laufe der Nacht mit Schnee  überzuckert - sehr zur Freude vieler Kinder, die sich bereits auf  dem Weg zur Schule die erste Schneeballschlacht des Winters  lieferten. Sie fanden auch im Mittelland, wo zwischen 5 und 15  Zentimeter Schnee gefallen war, genug Material für ihre  Schneebälle.

Schnee lässt Verkehr stocken

Dass auf den Strassen der Verkehr wegen des Schnees und Eises  zäh floss, dürfte an den meisten Kindern glatt vorbeigegangen sein.  Denn wie stets bringt der erste Schnee auch die ersten  Verkehrsprobleme mit sich.

«Die Strassen sind an sehr vielen Orten schneebedeckt», sagte  Alfred Werren von der Verkehrszentrale Viasuisse gegenüber der  Nachrichtenagentur sda. Die Autobahnen seien zwar geräumt worden,  trotzdem seien die Bedingungen schwierig. «Wir haben einiges zu  tun.» Zu Behinderungen komme es in der ganzen Schweiz. Vor allem in  den Bergen war im Laufe des Vormittags weiter mit Behinderungen zu  rechnen.

Laut Werren betrug der Zeitverlust durchschnittlich zwischen 10  und 30 Minuten. Es gab auch zahlreiche Unfälle. An solchen Stellen  müsse mit noch grösseren Verspätungen gerechnet werden.

Ansturm auf Züge 

Ohne grössere Probleme ging dagegen der erste Schneemorgen  dieses Winters bei der SBB über die Bühne. Laut SBB-Sprecher Daniel  Palecchi gab es höchstens Verspätungen im Minutenbereich. Von den  mehreren Tausend Weichenheizungen sei lediglich eine einzige  ausgefallen, weshalb der Betrieb nicht erheblich gestört wurde.

Kleinere Verspätungen bei S-Bahnen und Regionalzügen sind laut  Palecchi auch darauf zurückzuführen, dass bei Schnee immer 10 bis  15 Prozent mehr Fahrgäste die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen  als üblich. Dies führe zu längeren Ein- und Aussteigezeiten an den  Haltestellen und Bahnhöfen, die sich zu Verspätungen von einigen  Minuten summieren könnten.

Kaum Neuschnee im Osten 

Kaum Neuschnee fiel in der Nacht im Osten der Schweiz. Im  Bündnerland, im Rheintal und teilweise am Bodensee sowie im  Urnerland fielen laut MeteoNews nur wenige Zentimeter.

Im Westen hatte es bereits am Donnerstag bis in die Niederungen  geschneit. Die weisse Pracht wird laut dem Wetterdienst  Meteocentrale nicht lange halten. Über das Wochenende sollen die  Temperaturen bis auf 5 Grad steigen, und der Winter wird sich  wieder in die Berge zurückziehen.

www.schweizerbauer.ch/wetter

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE