9.08.2020 07:12
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Österreich
Erdbeben nahe Schweizer Grenze
Zwei Erdbeben haben in der Nacht zu Sonntag Teile des österreichischen Bundeslandes Tirol erschüttert. Die Beben mit einer Stärke von 4,1 und 3,5 ereigneten sich nahe Landeck und waren in einem Umkreis von bis zu 50 Kilometern zu spüren, vermutlich auch ganz im Osten der Schweiz.

Das Erdbeben sei ungefähr 8 Kilometer südwestlich von Imst im österreichischen Bundesland Tirol registriert worden, hiess es beim Schweizerischen Erdbebendienst (SED) an der ETH Zürich weiter. Laut der österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) war von Schäden zunächst nichts bekannt.

Das erste Beben mit der Stärke von 4,1 ereignete sich am Samstagabend um 21.44 Uhr zehn Kilometer unter der Erde, das zweite und etwas leichtere folgte am Sonntagmorgen um 2.50 Uhr in sieben Kilometern Tiefe.

Beben dieser Stärke sind deutlich spürbar. Der Sender ORF berichtete von erschrockenen Reaktionen von Einwohnern des betroffenen Gebiets: Eine Frau habe etwa berichtet, dass viele Nachbarn ins Freie gerannt seien. Ein Bewohner eines anderen Ortes habe an eine Explosion gedacht und die Feuerwehr gerufen.

Nach Angaben der ZAMG sind in Österreich jährlich im Schnitt 40 Erdbeben pro Jahr für Menschen spürbar, etwa ein Viertel davon in Tirol. Etwa alle zwei bis drei Jahre gibt es leichte Gebäudeschäden. Erdbeben, die schwere Schäden verursachen, kommen den Angaben zufolge im Durchschnitt alle 75 Jahre vor.

Bereits am 23. Juli 2020 waren in Dornbirn nahe der Schweizer Grenze Erdbeben der Magnitude 2,7 registriert worden, die jedoch nicht verspürt worden sein dürften.

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