20.01.2015 17:30
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Deutschland
D: Landwirt tötet Mitarbeiter von Veterinäramt
Im Bundesland Brandenburg ereignete sich am Dienstagmorgen eine Tragödie. Ein 72-jähriger Landwirt schoss um sich, weil das Veterinäramt seine 30 Rinder einziehen wollte. Der Mitarbeiter des Veterinäramts erlag seinen Verletzungen, der Landwirt wurde festgenommen.

Gemäss einem Bericht der „Märkische Allgemeine“ kam es auf dem Hof des Bauern in der Nähe von Nauen um 9.45 Uhr zu einer Schiesserei. Die Beamten, ein Mann und zwei Frauen, wollten dem Mann die Tiere entziehen. Die Massnahme wurde vom Amt angekündigt.

Der 72-Jährige liess die Mitarbeiter erst ihre Arbeit aufnehmen. Kurze Zeit später kehrte er mit einem Gewehr zurück und schoss um sich. Den beiden Frauen gelang die Flucht auf das Nachbarsgrundstück, der Mann wurde tödlich getroffen. Als die Polizei am Tatort eintraf, war der Mann unbewaffnet. Er konnte überwältigt und verhaftet werden.

Wie die „Märkische Allgemeine“ weiter schreibt, habe der Landwirt seine Tiere seit einiger Zeit vernachlässigt. So hätten sie nicht genügend Futter und Wasser bekommen und seien öfters ausgerissen. Dem Landwirt wurden Auflagen erteilt. Er wurde unter anderem aufgefordert, seinen Tierbestand zu reduzieren. Zudem half ihm ein anderer Landwirt bei der täglichen Arbeit. Doch der Mann hielt sich nicht an die Auflagen. Ein Mitarbeiter des Veterinäramts musste dafür mit seinem Leben bezahlen.

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