3.05.2016 14:58
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wasser
CH: Wasserqualität gut
Die Qualität des Trink- und Badewassers in der Schweiz ist gut. Zu diesem Schluss kommt ein Bericht des Bundes. Allerdings fehlt eine vollständige Übersicht zur Wasserqualität. Das will der Bund nun ändern.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zum Ziel gesetzt, gegen wasserbedingte Krankheiten vorzugehen. Das WHO-Protokoll «Wasser und Gesundheit» verpflichtet die Staaten, die Öffentlichkeit alle drei Jahre über die Wasserqualität und getroffene Massnahmen zu informieren.

Resultat läss sich sehen

In der Schweiz treten wasserbedingte Infektionskrankheiten selten auf, wie der am Dienstag veröffentlichte Bericht des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) festhält.

Untersucht werden neben der Trinkwasserqualität das Auftreten von wasserbedingten Krankheiten, der Zugang zum Trinkwasser, die Abwasserentsorgung und die Wasserqualität. Das Resultat lässt sich sehen: Die Wasserqualität in Bezug auf Trink- und Badewasser in der Schweiz wird in mikrobiologischer und chemischer Hinsicht als gut bezeichnet

Datenmanagement optimieren

Allerdings erlaubt die Datenlage keine vollständige schweizweite Übersicht. Die Aussagen basieren auf den Daten von rund zehn Kantonen und 1400 Wasserversorgern. Untersucht wurde unter anderem die Konzentration von Nitrat, Blei, Arsen und Eisen.
Der Bund setzt sich nun zum Ziel, das Datenmanagement zu optimieren und nationale Auswertungen durchzuführen. Weitere Ziele sind ein Meldesystem für durch Trinkwasser verursachte Krankheiten sowie ein Notfalldispositiv zur Verbesserung der Wasserversorgung in ausserordentlichen Situationen.

In den vergangenen Jahren hat die Schweiz unter anderem Massnahmen gegen Mikroverunreinigungen getroffen. Neu werden ausgewählte Kläranlagen mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe versehen. Dieser Ausbau verbessere den Schutz der Wasserlebewesen und der Trinkwasserressourcen, hält der Bericht fest. Die Mikroverunreinigungen stammen unter anderem aus der Landwirtschaft.

Wasserschloss Schweiz

Die Versorgung mit Trinkwasser wird in der Schweiz durch rund 2500 Wasserversorgungsunternehmen sichergestellt. Aufwendige Wasseraufbereitungsverfahren sind aufgrund der guten Qualität des Rohwassers selten notwendig. Krankheitsausbrüche durch Verunreinigungen des Trinkwassers kommen nur in Einzelfällen vor, wenn vorgeschriebene Schutzmassnahmen missachtet werden. Rund 750 Kläranlagen, 3500 Kleinkläranlagen und 90 000 km Kanalisation sorgen für eine nahezu flächendeckende Ableitung und weitgehende Reinigung des Abwassers.

Mit rund 1500 Seen, unzähligen Bächen und Flüssen sowie Gletschern verfügt die Schweiz über einen überaus wertvollen Vorrat an Süsswasser. 2 % des jährlichen Niederschlages können den Bedarf an Trink-, Brauch und Löschwasser der ganzen Schweiz komplett abdecken. Dies macht die Schweiz zu einem Wasserschloss Europas mit ausreichendem Wasservorkommen. bafu

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