4.07.2014 16:51
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Auto
CH: 37'000 Subaru müssen in Garage
Die Massenrückrufe in der Autoindustrie reissen nicht ab: Der japanische Konzern Fuji Heavy Industries Ltd (FHI) muss weltweit 1,18 Millionen Autos seiner Marke Subaru wegen Problemen mit Bremsleitungen in die Werkstätten zurückholen.

Der Rückruf bezieht sich auf die Modelle Forester, Outback, Legacy und Impreza aus den Produktionsjahren 2004 bis 2014. Streusalz auf den Strassen könne zu Korrosion an den hinteren Bremsleitungen führen und die Bremswirkung beeinträchtigen, teilte FHI am Freitag mit.

Halter werden schriftlich informiert

Berichte über Unfälle gebe es nicht. Laut dem Konzern wurde bisher ein einziger Fall einer lecken Bremsleitung registriert, und zwar in der Schweiz. Hier sind nach Auskunft des Importeurs gesamthaft rund 37'000 Fahrzeuge involviert. Betroffene Halter würden von Subaru Schweiz schriftlich ins Bild gesetzt.

Mit 660'000 Autos werden die meisten Subarus im «Salzgürtel» der USA zurückgerufen, in jenen Gebieten also, in denen Streusalz gegen Schnee und Eis gestreut wird. In Europa müssen total 250'000 Wagen zur Kontrolle.

Rückrufe am Laufmeter

Die Branche sorgt in letzter Zeit mit immer neuen Massenrückrufen für Schlagzeilen. Wegen defekter Airbags des gemeinsamen Lieferanten Takata mussten der Weltmarktführer Toyota sowie Honda, Nissan und Mazda einen im vergangenen Jahr begonnenen Rückruf ausweiten und weitere Millionen von Autos in die Werkstätten holen.

Aber nicht nur die japanischen Autobauer rufen Autos en gros zurück: Allein beim Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) müssen rund 20 Millionen Autos wegen Mängeln zum Mechaniker. Das ist die zweifache Jahresproduktion des US-Autobauers. Zuletzt trieb ein neuer Massenrückruf wegen mangelhafter Zündschlösser die Zahl noch einmal kräftig in die Höhe.

Auch deutsche Hersteller bleiben von Rückrufen nicht verschont. So musste BMW Anfang April fast eine halbe Million Autos mit 6-Zylinder-Motoren in die Werkstätten holen.

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