24.04.2017 10:50
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Zürich
«Böögg»: Wie wird der Sommer
Der Sechseläuten-Umzug startet am Montag um 15 Uhr. Rund 3500 Zünfter ziehen durch die Innenstadt zum Sechseläutenplatz. Um 18 Uhr wird mit dem Verbrennen des «Bööggs» symbolisch der Winter vertrieben.

Jeden April wird am Zürcher Sechseläuten der Böögg verbrannt, ein auf einem zehn Meter hohen Holzhaufen stehender, mit Holzwolle und Knallkörpern gefüllter Schneemann. Sobald der Kopf des Schneemanns explodiert ist, ziehen sich die Zünfter zum feuchtfröhlichen Feiern in die Zunftstuben zurück und überlassen den Sechseläuten-Platz wieder dem Volk. Je schneller der mit Knallkörpern gefüllte Böögg den Kopf verliert, desto schöner soll anschliessend der Sommer werden.

Dann grillieren die Zuschauerinnen und Zuschauer auf den Überresten des Feuers ihre mitgebrachten Würste. Das Wetter zeigt sich voraussichtlich auch am Montag freundlich - anders als 2016, als das Sechseläuten zum Härtetest für Regenschirme und Windjacken wurde und nur wenige ihre Bratwurst über die «Bööggen»-Glut halten wollten.

Das Sechseläuten geht zurück auf einen jahrhundertealten Brauch. Wenn im alten Zürich die Abende wieder heller wurden, trafen sich die Jungen auf den Plätzen und zeigten ihre Freude über den Frühling mit dem Anzünden von Strohmännern, Trommeln und Schiessen.

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