7.07.2014 13:47
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Gewitter
Blitze: Wie man sich schützt
Blitze sind elektrische Entladungen, die durch Reibung von Wolkenteilen entstehen. Wie genau die gefrierenden Teilchen in Wolken beschaffen sein müssen, um Blitze hervorzubringen, ist noch nicht bis ins Detail erforscht. Nach Schätzungen entladen sich etwa 60 Prozent der Blitze in den Wolken selbst, 40 Prozent finden den Weg zur Erde.

Dabei sucht sich der Ionen-Fluss mit einer Geschwindigkeit von 300 Stundenkilometern den leichtesten Weg durch die Atmosphäre, was den Zickzackkurs erklärt. Wenn sich die Ionen der Oberfläche auf etwa 300 Meter Höhe genähert haben, ziehen sie - meist vom höchsten Punkt - eine Gegenladung an. Diese ist mit 100'000 Stundenkilometern unterwegs. Erst das Aufeinandertreffen sorgt für das Blitzlicht. In einem Ionenkanal sind bis zu 30 Folgeblitze möglich.

Die Energie eines Blitzes würde reichen, um eine Glühlampe eine Woche lang ununterbrochen zum Leuchten zu bringen. Wird ein Mensch vom Blitz getroffen, steigt die Spannung im Körper auf einige 100'000 Volt an. Ein Grossteil davon fliesst über die Körperoberfläche ab. Deshalb gibt es immer wieder Fälle, in denen Menschen Blitzeinschläge überleben. Die Spanne der Verletzungen reicht von Herz- und Atemstillstand über Verbrennungen und vorübergehender Muskellähmung bis zu chronischen Schmerzen und Persönlichkeitsänderungen.

Besten Schutz bieten Gebäude und Autos mit Metallkarosserien. Wer im Freien überrascht wird, sollte mindestens zehn Meter Entfernung von Bäumen oder Masten einhalten und mit geschlossenen Beinen in die Hocke gehen. Bei Gruppen sollten die Menschen mindestens drei Meter Abstand voneinander halten.

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