3.01.2017 18:06
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wetter
Bis 80 cm Schnee erwartet
In der Nacht auf Dienstag sind in höheren Lagen bis zu neun Zentimeter Schnee gefallen. Dies führte zu zahlreichen Strassen-Unfällen. Bis am Freitag gibt es in den Bergen bis 80 Zentimeter Schnee. Die Waldbrandsituation im Süden bleibt wegen des Nordföhns angespannt.

Neun Zentimeter Schnee sind in Braunwald GL, Isenthal UR und St. Gallen gefallen, wie der Internetseite des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) zu entnehmen ist. Im Kanton Bern hat es in Wengen fünf und in Langnau vier Zentimeter Neuschnee gegeben und in Aorsa GR sind immerhin drei Zentimeter zusammengekommen.

Von Berner Oberland bis Nordbünden

Insgesamt am meisten Schnee fiel im Raum von der Zentralschweiz über Zürich bis zum Bodensee, wie Meteonews am Dienstagmorgen die Wetterlage zusammenfasste. Der Schneefall hörte kurz nach Mitternacht wieder auf. Der nächste Schneefall ist bereits in Sicht: SRF Meteo rechnet bis Freitag mit stärkerem Schneefall. Am kräftigsten werde es vom östlichen Berner Oberland über die Alpen der Zentral- und Ostschweiz bis nach Nordbünden schneien, wie der Wetterdienst am Dienstag mitteilte.

Dort werden zwischen Mittwochnachmittag und Freitagmorgen 30 bis 70 Zentimeter Neuschnee erwartet, lokal sogar um 80 Zentimeter. Gemäss dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung dürfte die Gefahr für Lawinen dort am Mittwoch ansteigen, weil zugleich ein stürmischer Nordwind bläst.

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Früher extremere Trockenheit


Im Süden gab es bisher keinen Niederschlag, weswegen die Waldbrandsituation angespannt bleibt. Die Waldbrandgefahr ist auf den trockenen Dezember zurückzuführen. Dieser sei der trockenste seit Messbeginn 1864 gewesen, schrieb MeteoSchweiz vergangene Woche. Im längerfristigen Vergleich seien solche Situationen vor 150 Jahren jedoch häufiger und extremer vorgekommen, teilte die Universität Bern am Dienstag mit.

Gemäss ihrer Datenbank «Euro-Climhist» fiel zwischen dem 29. November 1851 und dem 8. Januar 1852 in Bern nur an zwei Tagen etwas Schnee. 1818 war die Emme in Eggiwil BE ganz trocken, so dass mehrere Mühlen still standen und vom 1. Dezember 1671 bis am 25. Februar 1672 war es «allzeit hell und kalt».

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