30.12.2019 08:00
Quelle: schweizerbauer.ch - khe
Thurgau
Betrüger ködern Tierhalter
Die Suche nach vermissten Vierbeinern prägt Halter oft mehrere Jahre. Betrüger schlagen Kapital daraus.

Vor zwei Jahren sah Heinz Steger seine Foxterrier-Hündin zum letzten Mal. Sie verschwand auf einer organisierten Jagd und ist seither nicht zurückgekehrt. Der "SonntagsZeitung" erzählt Steger, dass er drei Monate der Arbeit fern blieb, Flyer verteilte, Inserate schaltete, Telefonanrufen nachging. Er reiste durch die ganze Schweiz, sichtete zig Hunde.  

Vor einigen Monaten dann der Anruf eines Mannes, der behauptete die Hündin sei bei ihm. Steger solle 1000 Franken überweisen. Dieser forderte Fotos. Es kamen keine, worauf er den Kontakt abbrach. 

Stegers Fall ist kein Einzelfall. Das bestätigt das Bundesamt für Polzei gegenüber der Zeitung. Immer wieder würden vermeindliche Finder Geld für Tierarztbesuche verlangen und wollen das gefundene Tier erst nach Überweisung des Geldes zurückgeben. 

2019 gingen bei der Schweizerischen Tiermeldezentrale 27'000 Meldungen von vermissten oder gefundenen Haustieren ein. Geschäftsführerin Bernadette Christen wisse, dass es deswegen wiederholt zu Anzeigen bei der Polizei gekommen ist. Wie viele für die Herausgabe ihres Tieres einen Geldbetrag zahlen mussten, könne sie nicht sagen. Aber nicht immer gehe es ums Geld. Manche würden sich am Elend des Tierhalters erfreuen. Rufen an,  der Vierbeiner befinde sich auf einer Eisenbahnstrasse und der Zug fahre bald ein.

Nun hat die Schweizerische Tiermeldezentrale reagiert. Halter können ihre Inserate auf der Plattform der Tiermeldezentrale anonymisieren.

 

 

 

 

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