30.10.2014 14:13
Quelle: schweizerbauer.ch - jgr
Bern
Bauer kämpft um seine Existenz
Im Juli 2013 liess ein Landwirt auf einer Alp im Emmental zwei Hunde verenden – sie waren in einem Auto eingeschlossen. Per Strafbefehl verurteilte die Staatsanwaltschaft den Landwirt, der im oberen Emmental einen grossen Hof bewirtschaftet, wegen Tierquälerei zu einer bedingten Geldstrafe von zehn Tagessätzen zu 40 Franken, schreibt das «Thuner Tagblatt».

Weiter sei darauf verzichtet worden, dem 30-Jährigen eine in der Regel übliche Verbindungsbusse aufzubrummen. Doch nun erhob der Bauer Einsprache; der Fall landete auf dem Tisch des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau in Burgdorf. Dem Bauern geht es um viel mehr als um den Strafbefehl.

Wie der Verteidiger ausführte, würden dem Mann bei einer rechtskräftigen Verurteilung die Tierhalterbeiträge gekürzt – bei einem Viehbestand von über 200 Tieren viel Geld. Als weitere Administrativmassnahme werde das kantonale Veterinäramt von Amtes wegen ein Tierhalteverbot prüfen. Sollte dieses ausgesprochen werden, würde dies quasi zu einem Berufsverbot führen. In der Bergzone 2, in der der Hof liegt, könne kein Ackerbau betrieben werden. Der Richterspruch wird schriftlich eröffnet.

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