23.03.2019 08:25
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Ausbildung
Arbeitsmarkt: Berufsattest hilft
Im Sommer 2006 starteten die ersten Attestausbildungsgänge. Mittlerweile sind gemäss der Bilanz 56 EBA-Grundbildungen geschaffen worden. Das Fazit fällt positiv aus.

Der Bundesrat ist mit dem System des eidgenössischen Berufsattests (EBA) zufrieden. Es ermögliche vorwiegend handwerklich begabten, aber leistungsschwächeren Schulabgängern den Einstieg ins Berufsleben und erweise sich als durchlässig. Mittlerweile gibt es 56 solcher Grundbildungen. Dazu gehört auch der Agrarpraktiker. 

Die meisten Absolventinnen und Absolventen könnten danach in den Arbeitsmarkt einsteigen, rund ein Drittel mache anschliessend eine Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis EFZ, schreibt der Bundesrat in einer am Freitag veröffentlichten Bilanz zu diesem niederschwelligen Bildungsangebot.

Eine EBA-Grundbildung kann innert zweier Jahre absolviert werden. Danach haben die Absolventen im Gegensatz zu einer Anlehre einen eidgenössischen Abschluss auf Sekundarstufe II mit schweizweit einheitlichen Kompetenzen. Die Absolventen eignen sich damit die niedrigsten am Arbeitsmarkt nachgefragten formalen Qualitäten an.

Schreiner und Gärtner

Im Sommer 2006 starteten die ersten Attestausbildungsgänge. Mittlerweile sind gemäss der Bilanz 56 EBA-Grundbildungen geschaffen worden. Fast 50'000 Personen haben eine berufliche Grundbildung mit EBA abgeschlossen. Gemäss dem Bericht stieg die Anzahl der Absolventen seit Einführung des Systems stetig an auf 6512 im Jahr 2017, was rund 9,5 Prozent aller Berufsausbildungsabschlüsse auf Sekundarstufe II entspricht.

Am beliebtesten waren im Jahr 2017 die Ausbildung zur Detailhandelsassistentin respektive zum Detailhandelsassistent (1450 Personen), gefolgt von Assistentenstellen im Gesundheits- und Sozialwesen (1058) und von der Büroassistentenstelle (483). Unter den Top zehn sind zudem Küchenangestellte, Schreinerpraktiker und Gärtner.

Der Bericht des Bundesrats ist eine Antwort auf ein Postulat des ehemaligen Nationalrats Jean-Christophe Schwaab. Er zeige auf, dass sich das System positiv auf die Bildungslandschaft ausgewirkt habe und es derzeit keinen zusätzlichen Handlungsbedarf gebe.

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