30.07.2013 10:41
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Graubünden
Alphirtin durch Felssturz getötet
Ein Felssturz bei der Alp del Lago im Misox endete mit einer Tragödie. Eine Alphirtin wurde durch die niedergehenden Felsmassen getötet, 17 Personen eines Jugendsommerlagers und die Hirtenfamilie konnten evakuiert werden.

In der Nacht von Freitag auf Samstag ereignete sich im Kanton Graubünden ein dramatisches Unglück. Um 2.30 Uhr donnerten mehrere Kubikmeter Fels auf die Alp del Lago nieder. Die Hirtenfamilie versuchte zu fliehen, die Frau wurde direkt neben der Hütte von einem Stein tödlich getroffen. Der Mann und die beiden Kinder blieben unverletzt.

Auf der Alp befanden sich auch 13 Kinder zwischen 10 und 13 Jahren sowie vier Personen der Lagerleitung, schreibt die Kantonspolizei Graubünden in einem Communiqué. Diese schliefen jedoch in Zelten und konnten sich in Sicherheit bringen. Die Rega und die Heli Rezia flogen am Freitagmorgen sämtliche Personen von der Alp del Lago ins Tal hinunter. Zur Betreuung der Betroffenen wurden das Care-Team Grischun und die Stiftung Scisma aufgeboten.

Der Felssturz hinterliess ein Bild der Verwüstung. Durch den Schutzwald haben sich die Gesteinsmassen eine Schneise geschaffen. Zwei gewaltige Brocken kamen unmittelbar neben der Hütte zu liegen. Die Alp del Lago ist nur zu Fuss oder über den Luftweg erreichbar. Der Wanderweg ins Val Cama wurde aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres geschlossen. Im Gebiet um die Alp del Lago herrscht weiterhin Steinschlaggefahr. Ob die Alp wieder in Betrieb genommen werden kann, ist ungewiss.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE