4.11.2017 09:38
Quelle: schweizerbauer.ch - Jacqueline Graber
Bern
550 Jahre Langnau-Märit
Die diesjährigen Märkte sind gespickt mit Attraktionen. Der Grund: 1467 bekam das Dorf Langnau das Marktrecht.

1467 hat die Gemeinde Langnau von der Berner Obrigkeit das Recht erhalten, selber Märkte abzuhalten. Dieses Marktrecht bedeutete den Beginn eines Aufschwungs von Langnau als Handels- und Gewerbestandort. Nun, 550 Jahre später, wurde und wird noch an den insgesamt sechs Jahrmärkten das Marktrecht mit einer Art Sonderschau vor dem Museum Chüechlihus gefeiert.

Am Mittwoch, Allerheiligen, fand der zweitletzte Markt im Jubiläumsjahr statt; der sogenannte «Kalte Markt». Die grosse Attraktion war ein  szenischer Spaziergang. An vier Stationen wurde eine Brücke geschlagen vom weltlichen, bunten Markttreiben im Emmentaler Bauern- und Handwerkerdorf zur religiösen Vorstellungswelt des christlichen Spätmittelalters. Das Stationentheater war ein Projekt der Landeskirchen Langnau und wurde einerseits wegen des Marktrechtes, andererseits zum 500-Jahre-Jubiläum der Reformation von Hans Herrmann geschrieben.

Doch nicht nur das Schauspiel zog viele Leute an. Auch zwischen den Marktständen wurde es im Verlauf des Morgens immer enger. «Das Jubiläumsjahr hat eine grosse Besucherschar angelockt; darunter zahlreiche Auswärtige», erzählte Verena Reutlinger, Gohl. Sie hat seit vier Jahren einen Marktstand in Langnau und verkauft selbst gemachten Alp- und Raclettekäse. Der letzte Markt im 2017 ist der Weihnachtsmarkt am 13. Dezember. 

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