8.11.2018 17:00
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Agropreis
Agropreis: Ölkürbis gewinnt!
In den kommenden zwei Stunden wird sich entscheiden, welches Projekt den Agropreis gewinnen wird. Wir halten Sie mit einem Live-Ticker aus dem Kursaal in Bern auf dem Laufenden.

16.55 Uhr: Nun folgt der Höhepunkt. Roland Stähli übergibt den mit 20000 Franken dotierten Agropreis. «Qualität, Innovation und Autonomie stehen für den Agropreis und den Alltag», sagt Stähli. Dies sei auch ein Motto für die vier Nominierten. Sie seien gut ausgebildet, agierten erfolgreich am Markt und handelten als Menschen selbstbewusst, fährt er fort. Stähli nennt fünf Kriterien, nach denen die Projekte rangiert werden: Neuartigkeit, Fähigkeit Produkt oder Idee umzusetzen, wirtschaftlicher Erfolg, positive Auswirkung auf Betrieb und Region sowie Langfristigkeit. Aus der Sicht der Jury hat die Familie Brütsch mit den Ölkürbissen diese Kriterien am besten erfüllt. Rafael Brütsch bedankt sich beim Team, bei sämtlichen Menschen, die sie begleitet haben und insbesondere bei der Familie.

16.51 Uhr: Den Saalpreis in der Höhe von 2000 Franken geht an den Lebensmittelhanf 

16.50 Uhr: Nun folgen die Auszeichungen. Als erstes wird der Leserpreis von Schweizer Bauer und Terre&Nature. Der Leserpreis geht an die Genossenschaft «La Clef des Champs». Mit grossen Vosprung haben sie den Preis für sich entschieden. Auf dem zweiten Rang folgt der Ölkürbis. Der Preis ist mit 3000 Franken dotiert. 

16.35 Uhr:
Nun folgt Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes, mit einer Grussrede. Ritter gratuliert den Nominierten. Sie seien wichtig für die Schweizer Landwirtschaft. Sie zeigten Lösungen auf für die Zukunft. «Der Ölkürbis und der Hanf geben Antworten auf den Klimawandel», so Ritter. Angetan zeigt er sich vom Flunick. Es brauche sehr viel von der Idee, über das Projekt bis hin zur Marktreife, sagt Ritter. Die Landwirtschaft sei Teil der Landwirtschaft. Es gehe auch darum, mit den Produkten am Markt Geld zu verdienen. Der Agropreis sein wichtiges Schaufenster, um die Innovationskraft der Landwirtschaft zu zeigen. Bei den Fragen von Schmezer gibt sich Ritter diplomatisch. Die Selbstbestimmungsinitiative sei nicht ohne. Der SBV habe aber Stimmfreigabe beschlossen. Bei der Hornkuh-Initiative hält Ritter fest, dass bei einer Annahme der Landwirtschaftskredit aufgestockt werden müsse.

16.27 Uhr:
Die Jury zieht sich zur Schlussberatung zurück. In rund 30 Minuten wird Jurypräsident Roland Stähli verkünden, wer den Agropreis gewinnen wird.

16.15 Uhr:
Nun folgt das letzte Projekt. Mit der Transformation des Betriebes zu Permakultur will die Genossenschaft «La Clef des Champs» im Kanton Jura noch nachhaltiger produzieren. Ziel ist es zudem, die Flächenproduktivität zu erhöhen. Die nachhaltige Landwirtschaft will die Lebensgrundlagen der Menschen dauerhaft sichern. Seit 35 Jahren ist die Genossenschaft auf dem Markt. 220 Mitglieder weist diese auf. Die Genossenschaft bringt das Projekt auch mit einer Aufführung näher. Sie weisen auf den Klimawandel hin, der die Erde verändern wird. Permakultur sei ein Weg, nachhaltiger mit der Natur umzugehen. Zudem ermögliche es, die Erträge zu steigern. Mit einem gut gestalteten Video zeigen sie Bilder vom Hof in Courgenay in der Ajoie JU. 
Landwirtschaft auf neue Stufe heben

16.05 Uhr:
Nun kommen vier junge Berner auf die Bühne. Sie besitzen einen Bauernhof und eine Metzgerei. Boulotte geht einen neuen Weg. Vier junge Berner sind Bauern, Metzger und Verkäufer zugleich. Das Fleisch der Charolaisrinder vom Hof in Kirchlindach BE kommt in den eigenen Laden in der Stadt Bern. Dank dem neuen Konzept kann das Team für den Landwirtschaftsbetrieb einen höheren Produzentenpreis lösen. Das Team La Boluotte beginnt die Darbietung mit Geräuschen. Das ist aussergewöhnlich für den Agropreis, aber effektvoll. Eine Produktepalette aus einer Hand und Respekt mit den Tieren und der Umwelt sind die DNA der Betriebsphilosophie. Hinter jedem Stück Fleisch steckt eine Geschichte. "Und wir verkaufen das ganze Tier", macht Ivan Tretow. Dank der eigenen Metzgerei könne man die Wertschöpfung erhöhen. "Und es ist ein ganz anderes Schaffen, wenn wir das Produkt selber an den Kunden bringen können", fährt Tretow.
Von der Weide in die Stadt

15.55 Uhr:
Nun folgt die Familie Brütsch aus Schaffhausen. Sie hat in den vergangenen Jahren einen Markt für Kürbiskerne geschaffen. Sie hat so eine zusätzliche Ölsaat in der Schweiz etabliert. Trotz Rückschlägen im schwierigen Marktumfeld ohne Grenzschutz liess sie sich nicht entmutigen und investierte. Mehrere Bauernfamilien profitieren davon. Brütsches präsentieren ihr Projekt mit einer Aufführung. Mit Liebe zum Detail bringen sie die Geschichte des Ölkürbis' dem Publikum näher. Mit dem Ölkürbis seien sie gut für den Klimawandel gerüstet, sagt Rafael Brütsch. Die Pflanze kommt mit der trockenen und warmen Witterung gut zurecht. Auf Kürbiskernen gibt es keinen Grenzschutz. "Wir mussten somit alles besser machen als unsere Mitbewerber aus dem Ausland", fährt er fort. Die Familie weist eine 20-jährige Erfahrung im Anbau auf. Mittlerweile pflanzen weit über 20 Bauern für die Familie Kürbisse an.
Bauernfamilie etabliert neue Ölsaat

15.45 Uhr:
Es folgen die vierminütigen Präsentationen. Den Anfang macht Andreas Näscher und AlpenPionier. Der Hanf war bis vor 100 Jahren weit verbreitet. Biobauer Andreas Näscher will zusammen mit AlpenPionier den Lebensmittelhanf zurück auf die Felder bringen. Mit einer Videoperformance zeigen sie auf, wie der Hanf vom Feld auf den Teller kommt. Sie blicken auch auf die Zeiten zurück, als der Hanf auf den Höfen als Nutzpflanze genutzt wurde. Anschliessend sei die Pflanze als Droge verschrien worden. Der Hanf sei aber für die Böden der Schweiz bestens geschaffen und sei sehr anspruchslos, sagt Näscher. Wurde 2017 auf 10 ha Hanf angebaut, so stieg die Fläche 2018 auf 50 ha. 30 Bauern haben 2018 Hanf angebaut. Das Öl der Pflanze gilt als äusserst gesund. 2019 soll die Fläche auf 100 ha ausgebaut werden. Der Lebensmittelhanf hat übrigens einen minimalen THC-Gehalt. Er wirkt nicht berauschend.
Verschmähter kehrt auf Äcker zurück

15.35 Uhr:
Die Nominierten betreten die Bühne. Sie erhalten die Nominationsprämie in der Höhe von 5000 Franken.

15.20 Uhr: Nun kommt der ehemalige Präsident und Anwalt des FC Basel, Bernhard Heusler, auf die Bühne. Er ist nun Geschäftsführer Heusler Werthmüller. Mit einer erfrischenden Rede wendet er sich an das Publikum. Es sei schon ein wenig bitter, wenn er nach Bern reise müsse, um einer Pokalübergabe beizuwohnen. Er denkt da wohl an die Berner Young Boys, die den FC Basel als Schweizer Meister abgelöst haben. Es brauche Vision, Inspiration, Offenheit und Wille. Der Stern der Innovation ist Arbeit, macht er deutlich. Nur im Team sei man erfolgreich, fährt er fort. Die Chefs hätten die Aufgabe, die richtigen Teammitglieder auszuwählen. Und vor allem müssten sie die Leute inspirieren und diese arbeiten lassen., so Heusler. Was man vom Sport in die Landwirtschaft mitnehmen könne, sei das Feiern. Moderator Schmezer fragt Heusler, ob es ein Rezept für Erfolg gäbe. «Es braucht Inspiration. Zu hohe Zielsetzungen ist der falsche Ansatz. Wichtig ist es, bei Erfolg auf dem Boden zu bleiben», erklärt Heusler. Er brauche aber viel Kraft und Einsatz, um erfolgreich zu bleiben. «Die Liebe zur Sache ist der wichtigste Innovationstreiber», fährt Heusler fort.

15.12 Uhr: Spezialpreis des Schweizerischen Landmaschinenverbandes (SLV). Jurymitglied Bendicht Hauswirth zeigt sich begeistert von den 13 eingereichten Projekten. Wer jätet gerne, fragt Hauswirth. Der SLV prämiert innovative und komplexe Projekte. Dies müsse die Arbeit erleichtern und wirtschaftlich sein. Die automatisierte Unkrautbekämpfung sei eine gefragte Arbeitserleichterung. Dieses Jahr wird eine echte Schweizer Neuheit prämiert, den Flunick. Ein multifunktionaler Getäteträger mit tiefem Schwerpunkt, der sich besonders für Hanglagen eignet. Gesteuert wird das Gerät durch Funksteuerung und GPS. Einsetzbar ist das Gerät in Landwirtschaft, Baumschulen und bei Winzern. Der Agrarroboter ist auch an der Agrama von Ende November in Bern zu sehen sein. Die Erfinder des Flunick ist Andi Reichenbach aus Hausen am Albis (ZH). Der Preis ist mit 5000 Franken dotiert. «Wir sind seit zwei Jahren gefahren mit Funksteuerung. Nun ist auch das GPS in Betrieb», sagt Reichenbach. Er habe das Projekt zusammen mit zwei Kollegen entwickelt. Es sei kein Konstrukteur, sondern er könne Bäume pflanzen. Er dankt seinem Vater und seiner Frau für das Vertrauen. Und Matthias Linder und Toni Zimmermann die Zusammenarbeit und die Entwicklung des Flunick.

15.04 Uhr:
Nun kommt Christian Rychen, Chef der Emmental Versicherung, auf die Bühne. Heute werde die Landwirtschaft für ihre Leistung gefeiert. Insbesondere auch die Innovationen, die dieser Berufsstand hervorbringe. Die Landwirtschaft habe drei Aufgaben. Sichere Versorgung mit Nahrungsmittel, dezentrale Besiedelung und die Pflege der Landschaft. Für die Aufgaben zu erfüllen, brauche er viel Engagement und Einsatz. Uns insbesondere auch viel Innovation. Die Emmental Versicherung sei Versicherer und Arbeitgeber in der Landwirtschaft. Das Unternehmen mit Sitz in Konolfingen hat rund 17'000 Versicherte in der Landwirtschaft. Rychen macht auch Werbung in eigener Sache: «Wir suchen Arbeitskräfte. Melden Sie sich bei uns», sagt er in den Saal.

15.02 Uhr: Er fühle sich sehr wohl am Agropreis, sagt Schmezer. Dieser gäbe ihm Zuversicht. Die Nominierten seien innovativ und voller Ideen. Der Moderator spielt auch die Wahlen in den USA an. Das Verhalten des Präsidenten gäbe ihm zu denken.

15.00 Uhr:
Nun startet also pünktlich die 26. Austragung des Agropreise. Moderator Ueli Schmezer kommt gut gelaunt auf die Bühne. Er muss seine Stimme ein wenig schonen. Diese sei ein wenig lädiert, sagt er zu schweizerbauer.ch

In den vergangene Wochen haben die Nominierten viel die Verleihung gearbeitet. Heute wird sich im Kursaal in Bern entscheiden, wer den Agropreis in der Höhe von 20'000 Franken gewinnen wird. Vor der Verleihung konnten die Nominierten ihre Projekte über 1000 Gästen vorstellen und neue Kontakte knüpfen.

In einer vierminütigen Darbietung haben die Nominierten die Möglichkeit, Jury und Publikum zu überzeugen. Nebst dem Agropreis wird auch ein Saalpreis (bestimmt durch die Gäste am Agropreis) und der Leserpreis von «Schweizer Bauer und Terre&Nature» vergeben. Der Schweizerische Landmaschinen-Verband wird einen Spezialpreis im Bereich Landtechnik verleihen. Dieser Preis ist mit 5'000 Franken dotiert.

Die nominierten Projekte

Schweizer Kürbiskerne: Familie Brütsch, Schaffhausen

Die Familie Brütsch hat in den vergangenen Jahren einen Markt für Kürbiskerne geschaffen. Sie hat so eine zusätzliche Ölsaat in der Schweiz etabliert. Trotz Rückschlägen im schwierigen Marktumfeld ohne Grenzschutz liess sie sich nicht entmutigen und investierte. Mehrere Bauernfamilien profitieren davon.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht -> Bauernfamilie etabliert neue Ölsaat

Permakultur: Genossenschaft La Clef des Champs, Courgenay JU

Mit der Transformation des Betriebes zu Permakultur will die Genossenschaft «La Clef des Champs» im Kanton Jura noch nachhaltiger produzieren. Ziel ist es zudem, die Flächenproduktivität zu erhöhen. Die nachhaltige Landwirtschaft will die Lebensgrundlagen der Menschen dauerhaft sichern.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht -> Landwirtschaft auf neue Stufe heben

La Boulotte: Landwirtschaftsbetrieb und Metzgerei, Kirchlindach und Bern

Boulotte geht einen neuen Weg. Vier junge Berner sind Bauern, Metzger und Verkäufer zugleich. Das Fleisch der Charolaisrinder vom Hof in Kirchlindach BE kommt in den eigenen Laden in der Stadt Bern. Dank dem neuen Konzept kann das Team für den Landwirtschaftsbetrieb einen höheren Produzentenpreis lösen.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht -> Von der Weide in die Stadt

Lebensmittelhanf: Andreas Näscher und AlpenPionier, Mauren (FL)

Der Hanf war bis vor 100 Jahren weit verbreitet. Biobauer Andreas Näscher will zusammen mit AlpenPionier den Lebensmittelhanf zurück auf die Felder bringen. Wurde 2017 auf 10 ha Hanf angebaut, so stieg die Fläche 2018 auf 50 ha. Die Pflanze ist weitgehend resistent gegen Krankheiten und benötigt nur wenig Dünger.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht -> Verschmähter kehrt auf Äcker zurück

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