8.11.2018 10:32
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Agropreis
Agropreis: Bald geht es los
Am Donnerstagnachmittag entscheidet sich in Bern, wer den Agropreis 2018 gewinnen wird. Nominiert sind vier unterschiedliche Projekte. Wir stellen Ihnen die Nominierten ausführlich vor. Auf schweizerbauer.ch werden wir Sie mittels Live-Ticker über die Verleihung auf dem Laufenden halten.

Der wichtigste Innovationpreis wird am Donnerstag bereits zum 26. Mal verliehen. Der Kursaal in Bern wird erneut restlos ausverkauft sein.  Gegen 17 Uhr werden die über 1000 Personen erfahren, wer den mit 20'000 Franken dotierten Agropreis gewinnen wird.

Doch nicht nur der Sieger, sondern sämtliche Nominierte dürfen sich als Gewinner fühlen. Die Verleihung ist eine hervorragende Plattform, um die Projekte Unternehmen, Behörden, Verbänden und Medien näher zu bringen. 

Am Donnerstagmorgen sind die Nominierten mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. Und auch der Stand im Foyer muss fertig sein. Denn bald strömen die Gäste in den Kursaal.

Vielfalt und Transformationsfähigkeit 

Dank dem Engagement der «Emmental Versicherung» wird die Vielfalt und Transformationsfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft einer breiten Öffentlichkeit aber erst sichtbar gemacht. Oft wird zu Unrecht auf die Landwirtschaft eingeprügelt. Bauern mit neuen Ideen und Konzepten tun dem viel gescholtenen Sektor gut. Mit den vier nominierten Projekten wurden für sich und andere Bauern neue Märkte geschaffen, eine alte Kulturpflanze zurück auf die Felder gebracht, die Hofprodukte mit einem Laden in die Stadt gebracht und ein Betrieb mit einem neuen System erweitert.

Die Nominierten stehen exemplarisch für die Wandlungsfähigkeit der Landwirtschaft. Am Donnerstagnachmittag wird die Jury entscheiden, wer Nachfolger des Obstgetränks Bschorle werden wird. Der Entscheid dürfte den Jury-Mitgliedern nicht leicht fallen. Wir stellen Ihnen die Protagonisten der nominierten Projekte vor.

Schweizer Kürbiskerne: Familie Brütsch, Schaffhausen

Die Familie Brütsch hat in den vergangenen Jahren einen Markt für Kürbiskerne geschaffen. Sie hat so eine zusätzliche Ölsaat in der Schweiz etabliert. Trotz Rückschlägen im schwierigen Marktumfeld ohne Grenzschutz liess sie sich nicht entmutigen und investierte. Mehrere Bauernfamilien profitieren davon.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht -> Bauernfamilie etabliert neue Ölsaat

Permakultur: Genossenschaft La Clef des Champs, Courgenay JU

Mit der Transformation des Betriebes zu Permakultur will die Genossenschaft «La Clef des Champs» im Kanton Jura noch nachhaltiger produzieren. Ziel ist es zudem, die Flächenproduktivität zu erhöhen. Die nachhaltige Landwirtschaft will die Lebensgrundlagen der Menschen dauerhaft sichern.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht -> Landwirtschaft auf neue Stufe heben

La Boulotte: Landwirtschaftsbetrieb und Metzgerei, Kirchlindach und Bern

Boulotte geht einen neuen Weg. Vier junge Berner sind Bauern, Metzger und Verkäufer zugleich. Das Fleisch der Charolaisrinder vom Hof in Kirchlindach BE kommt in den eigenen Laden in der Stadt Bern. Dank dem neuen Konzept kann das Team für den Landwirtschaftsbetrieb einen höheren Produzentenpreis lösen.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht -> Von der Weide in die Stadt

Lebensmittelhanf: Andreas Näscher und AlpenPionier, Mauren (FL)

Der Hanf war bis vor 100 Jahren weit verbreitet. Biobauer Andreas Näscher will zusammen mit AlpenPionier den Lebensmittelhanf zurück auf die Felder bringen. Wurde 2017 auf 10 ha Hanf angebaut, so stieg die Fläche 2018 auf 50 ha. Die Pflanze ist weitgehend resistent gegen Krankheiten und benötigt nur wenig Dünger.

Hier geht’s zum ausführlichen Bericht -> Verschmähter kehrt auf Äcker zurück

Die Verleihung im Berner Kursaal startet um 15 Uhr. Anschliessend werden die Nominierten von Moderator Ueli Schmezer (Kassensturz) dem Publikum vorgestellt. Dabei wird in ihnen die Nominationsprämie von 5'000 Franken überreicht.

In der Folge haben die Nominierten mittels einer vierminütigen Darbietung die Möglichkeit, die Jury und das Saalpublikum von ihrem Projekt zu überzeugen. Bevor der Hauptpreis überreiht wird, folgen die Auszeichnungen «Leserpreis Schweizer Bauer und Terre&Nature» (Preissumme 3000 Franken) und Saalpreis (2000 Franken). Der Schweizerische Landmaschinen-Verband wird einen Spezialpreis im Bereich Landtechnik verleihen. Dieser Preis ist mit 5'000 Franken dotiert. Die Jury zieht sich zur Beratung zurück. Kurz vor 17 Uhr ist es soweit: Jurypräsident Roland Stähli wird den Gewinner des Agropreises 2018 verkünden. Aus schweizerbauer.ch verpassen Sie nichts - wir werden berichten mittels Ticker live aus dem Kursaal.

Als Redner werden in Bern Bauernverbandspräsident Markus Ritter und der ehemalige Präsident des FC Basel, Bernhard Heusler, auftreten. Der promovierte Jurist und Wirtschaftsanwalt war bis  vor wenigen Jahren Verwaltungsrat beim Fleischhändler Euxinus.

Die Sieger der vergangenen Jahre

Sieger 2012: Fasstastische Ferien, Trasadingen SH

Sieger 2013: Le Sapalet, Rossinière VD

Sieger 2014: Schweizer Edelpilze, Kerns OW

Sieger 2015: Linsen aus Sauverny, Versoix GE

Sieger 2016: Seidenproduzenten, Hinterkappelen BE

Sieger 2017: Obstgetränk Bschorle, Oberegg AI


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