2.03.2017 16:44
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Wallis
Wolfswilderei: Verfahren sistiert
Die Untersuchung wegen eines gewilderten Wolfes im Rhonetal ist sistiert worden. Das stark verweste Kadaver war im März am Ufer der Rhone westlich von Raron entdeckt worden. Es handelte sich um den männlichen Wolf M63, der erschossen worden war.

Da mit dem Abschuss gegen die geltende Jagdgesetzgebung verstossen worden war, hatte die Staatsanwaltschaft Oberwallis ein Strafverfahren eröffnet. Diese wurde nun sistiert, weil keine Hinweise auf die Täterschaft gefunden werden konnten. Der Walliser Generalstaatsanwalt Nicolas Dubuis bestätigte am Donnerstag eine entsprechende Information des «Walliser Boten» vom Mittwoch. Sollten sich neue Indizien ergeben, kann die Untersuchung wieder aufgenommen werden.

Erst im Februar wurde im Val d'Anniviers eine Wölfin gewildert. Das erwachsene weibliche Tier wies einen Einschuss hinter der Schulter auf. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Gruppe Wolf will Hinweise auf Wilderer mit 10'000 Franken belohnen. Der Wolf ist im Wallis ein Dauerthema. Kurz vor Weihnachten war ein weiblicher Jungwolf in der Augstbordregion geschossen worden - allerdings mit Erlaubnis des Bundesamts für Umwelt. So sollten einerseits das Rudel verkleinert und anderseits andere Wölfe abgeschreckt werden.

Der strenge Schutz des Wolfs und anderer Grossraubtiere geht vielen jedoch zu weit - insbesondere seit im vergangenen Herbst erstmals eins Wolfsrudel im Oberwallis bestätigt wurde. Vor Monatsfrist haben Exponenten aus den Reihen von CVP und CSP Oberwallis die kantonale Volksinitiative für ein «Wallis ohne Grossraubtiere» eingereicht.

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