12.12.2014 06:35
Quelle: schweizerbauer.ch - sum
Grossraubtiere
Wolf: Einzelabschüsse bringen nicht viel
Eine Studie der Washington State University (USA) zeigt laut der Naturschutzorganisation WWF, dass der Abschuss von einzelnen Wölfen kein geeignetes Mittel ist, um Kleinvieh wie Schafe zu schützen.

Wie proplanta.de schreibt, stammten die Zahlen der US-Langzeitstudie   aus den Jahren 1987 bis 2012 und beinhalteten Angaben zu getöteten Wölfen sowie zu Verlusten bei Nutztierherden, die auf Wölfe zurückzuführen seien. Demnach verdoppelte sich die Verlustrate unter Haustieren wie Schafen in Relation zur Anzahl der getöteten Wölfe bis zu einem bestimmten Niveau. Erst wenn die Wölfe um 25 Prozent dezimiert wurden,  stellte sich ein Schutzeffekt auf das Nutzvieh ein.

Werden einzelne Rudeltiere entnommen, gerät laut der Studie  nämlich das Sozialgefüge aus den Fugen  – besonders, wenn es sich um ein erfahrenes Tier handelt. Der Abschuss eines Elterntieres kann dazu führen, dass junge Wölfe ihr Jagdverhalten ändern und wegen der fehlenden Erfahrung auf leichter zu erbeutende Tiere wie ungeschützte Schafe ausweichen müssen. Vorkehrungen wie Elektrozäune oder Hütehunde könnten dagegen effektiv gegen Wolfsrisse  helfen, so der  WWF.   

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