15.05.2019 10:25
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Umfrage
Was unternehmen Sie gegen Krähen?
Rabenkrähen sorgen bei etliche Bauern für rote Köpfe. Was unternehmen Sie gegen die? Stimmen Sie ab.

Nicht nur Maiskulturen, sondern auch Getreide, Sonnenblumen und Kartoffeln werden immer wieder durch Rabenkrähen beschädigt. Abwehrmassnahmen wie Federn von Artgenossen können gegen Krähen wirken.

Massnahmen bei Aussaat

Um die Schäden zu verhindern, schlägt das Landwirtschaftliche Bildungs- und Beratungszentrum Hohenrain (LBBZ) verschiedene Massnahme vor (vorbeugen): 

• kein Mais auf staunassen Feldern (Würmer an Oberfläche)
• idealer Saattermin ermöglicht schnelle Jugendentwicklung
• keine isolierten Saaten (Standort, Saattermin)
• Saubere Bedeckung der Saat, tiefere Saat, evtl. walzen
• Evtl. 1 - 2 Tage Pause zwischen Eggen und Säen (Würmer locken Krähen an)
• gemähte Wiesen mit Würmern als Ablenkfutter in der Nähe
• Siloballen vom Erntefeld wegtransportieren und ev. mit Blache decken (keine Netze)
• Ausgebrachte Hofdünger können Krähen anziehen, speziell, wenn sie nicht eingearbeitet werde

Abwehrmassnahmen

Es gibt auch Abwehrmassnahmen, um die Krähen zu vertreiben. (vertreiben)

• Krähenrupfungen: von einer toten Krähe werden die grossen Federn der Schwingen und des Schwanzes in einem Kreis in den Boden gesteckt.
• CD’s, Latex- oder Folienballone mit Helium aufhängen
• tote Krähen aufhängen (geringer bis guter Erfolg, nach Tierseuchengesetzgebung nicht erlaubt)
• akustisch-optisch kombinierte Vogelabwehrgeräte

Keinen Erfolg bringen Vogelscheuchen, Plastikbänder oder aufgehängte Säcke. Meisten lassen sich die Vögel von den oben genannten Massnahmen nicht lange von den Feldern abhalten. Gemäss der Vogelwarte sind Rabenvögel äusserst intelligente und anpassungsfähige Vögel. «Sollen sie wirksam von gefährdeten Kulturen vertrieben oder ferngehalten werden, ist Fantasie und Abwechslung gefragt», hält die Vogelwarte fest.

Abschuss

Eine weitere Methode, die Schäden durch Rabenkrähen zu reduzieren, ist der Abschuss. Gemäss der eidgenössischen Gesetzgebung (Jagdgesetz JSG, Stand 2008, und Jagdverordnung JSV, Stand 2012) sind Rabenkrähen jagdbar. Dabei hat die Rabenkrähe eine Schonzeit vom 16. Februar bis 31. Juli. Keine Schonzeit gilt gemäss dem Bundesamt für Umwelt (Bafu) für im Schwarm und auf gefährdeten landwirtschaftlichen Kulturen auftretende Rabenkrähen. Zuständig für Jagd sind aber die Kantone. Sie regeln und planen die Jagd (Art. 3 Abs. 1 JSG), somit sind die Regelungen kantonal unterschiedlich.

Machen Sie bei unserer zweistufigen Umfrage mit. Hier gehts zu Frage 1: Verursachen bei Ihnen Rabenkrähen Schäden?

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