14.06.2016 13:21
Quelle: schweizerbauer.ch - sda
Uri
Uri: Bauer entdeckt Bärenspuren
In der Zentralschweiz ist offenbar weiter ein Bär unterwegs. Nach Fotos in Schwyz ist nun im Kanton Uri im Schächental im feuchten Erdreich eine entsprechende Spur gefunden worden.

Ein Bauer meldete am Dienstag einem Wildhüter eine mögliche Bärenspur im urnerischen Bürglen im Gebiet Riedlig/Plangg, wie die Urner Standeskanzlei mitteilte. Die Jagdverwaltung geht nach einer Analyse davon aus, dass es sich um Abdrücke eines Bären handelt.

Gras am Fundort zertrampelt

Gemäss vorliegender Fotos handle es sich eindeutig um Bärenspuren, sagte der Urner Jagdverwalter Josef Walker gegenüber Radio SRF. Zudem sei das Gras am Fundort entsprechend zertrampelt. Die Situation lasse keinen anderen Schluss zu, sagte er.

Die Urner Jagdverwaltung glaubt, dass es sich beim Bären um jenes Tier handelt, das im Mai 2016 zuerst in Trun GR und dann im Hoch Ybrig SZ nachgewiesen worden war. Dies sei eine Vermutung, sagte der Jagdverwalter weiter. Ein Beweis wie etwa eine DNS-Probe liege nicht vor.

Keine Risse bekannt

Über Risse an Nutz- oder Wildtieren in der Zentralschweiz wurde bislang nichts bekannt. Der Bär sei wohl sehr scheu, sagte Walker weiter. Schliesslich habe er sich während rund eines Monats praktisch unbemerkt in Graubünden und der Zentralschweiz bewegt. Der Bär befinde sich auf Wanderschaft und suche sich wohl ein Revier.

Die Behörden rufen die Bevölkerung auf, Beobachtungen wie Spuren oder Kot der Jagdverwaltung zu melden. Zudem rät sie Passanten, bei der Sichtung eines Bären auf Distanz zum Raubtier zu gehen, es nicht zu reizen und nicht zu rennen. Der Braunbär war zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Schweiz ausgerottet worden. Im Juli 2005 wurde der erste Braunbär nach 100 Jahren wieder im Unterengadin beobachtet. Seither gab es fast jährlich Sichtungen im Kanton Graubünden.

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