21.07.2015 09:38
Quelle: schweizerbauer.ch - blu
Wallis
Serie der Wolfsangriffe geht weiter
In den Südtälern des Wallis kommt es laufend zu Wolfsattacken. Am vergangenen Donnerstag wurden sechs Schwarznasenschafe Opfer von Meister Isegrim. Damit erhöht sich die Anzahl getöteter Tier auf über 60.

Wölfe machen die Alpen im Wallis unsicher. So auch vergangenen Donnerstag wieder, wie der „Walliser Bote“ in seiner Samstagsausgabe berichtete. Im Turtmanntal hat der sogenannte „Augstbord-Wolf“ sechs Schwarznasen-Schafe gerissen, zwei wurden verletzt. Rund 50 Tiere befanden sich auf freiem Weidegang, als das Grossraubtier zuschlug.

Frustrierte Schäfer

Auch für den Kanton Wallis scheint die Sache klar. Gemäss der Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere bestehen anhand der Rissmister keine Zweifel, dass die Schafe durch einen Wolf getötet wurden. Definitive Ergebnisse werden aber die DNA-Analysen liefern.

Die betroffenen Schäfer haben bereits gehandelt. Einer holte seine Tiere von der Alp, der andere überwacht seine Schafe und stallt diese am Abend ein. Der Frust der Betroffenen ist gross. „Von all den Geldern, die für den Herdenschutz gesprochen wurden, kommt bei den einzelnen Schäfern nur wenig an, obwohl auch ich mich auf diese Sömmerungssaison hin für Herdenschutzmassnahmen interessiert habe“, erzählt Bio-Bauer Sigfried Oggier gegenüber dem Oberwalliser Blatt. Aufgrund der Attacke hat er Zuchttiere verloren. Dies sei wenig motivierend für die Zukunft, betont der Schäfer.

Über 60 Schafe gerissen

Durch Wolfsangriffe im Val d'Illiez, im Val d'Anniviers, im Val de Réchy, in der Augstbordregion und im Turtmanntal sind seit Mai über 60 Schafe getötet worden. Dafür verantwortlich sind vermutlich drei Wölfe.

Die Wolfsangriffe fanden, mit Ausnahme der Moosalp, auf nicht oder kaum geschützte Herden statt. Mit Ausnahme des Val de Réchy wird in den betroffenen Gebieten von den Schäfern aufgrund der Präsenz von Wölfen in den vorangegangenen Jahren zumutbarer Herdenschutz verlangt.

SCHWEIZER BAUER
BEKANNTSCHAFTEN
DER SCHWEIZER BAUER AUF YOUTUBE